Elefanten – Wildbeobachtung im Etosha National Park/Namibia


Der Hintergrund für diesen kurzen Film ist rasch erzählt: Im Oktober 2016 entdeckte ich auf meiner Festplatte noch einiges an Filmmaterial aus Namibia, das ich für recht gut hielt, aber noch nicht filmisch verwertet hatte. So entschloss ich mich, zusätzlich zu unserem langen Namibiafilm (https://wkorinek.wordpress.com/travel/) noch einen kurzen Streifen mit diesem Material zu machen. Auf die Misere der afrikanischen Elefanten wurde ich schon seit längerem durch die Fotos von Nick Brandt aufmerksam. Zusätzlich wurde ich noch durch den Kameramann und Regisseur Richard Ladkani und seinen Film „Ivory Game“ inspiriert.

So entstand dieser kurze Film. Ich versuche über die Bilder das Thema der Jagd auf die großen Wildtiere aus Profitsucht oder Großmannsgetue im Gegensatz zur Naturfotografie anzureißen.

Hier noch einige Hintergrundinformationen dazu:

Zwischen 1980 und 1990 wurde die Bevölkerung der afrikanischen Elefanten mehr als halbiert, von 1,3 Millionen auf rund 600.000. Aufgrund des Great Elephant Census von 2016 wird die Zahl der afrikanischen Savannenelefanten auf dem ganzen Kontinent auf rund 380.0000 Tiere geschätzt. Vierundachtzig Prozent der ermittelten Tiere wurden in gesetzlich geschützten Gebieten gesichtet. Der Etosha National Park in Namibia ist eines davon. Den Zählungen zufolge sank in den 15 Staaten, aus denen historische Vergleichsdaten vorliegen, die Zahl der Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) zwischen 2007 und 2014 um 30 Prozent – oder 144.000 Tiere. Im Schnitt schrumpfen die Bestände derzeit um acht Prozent pro Jahr, berechneten die Forscher. Grund dafür sei vor allem Wilderei. Seit Dezember 1988 gibt es im Etosha Nationalpark eine Spezialeinheit gegen professionelle Wilderei (Anti-Poaching Unit), die teilweise wochenlang unterwegs ist. Diese zielt nicht auf Gelegenheitswilderer, die über den Zaun klettern, um einen Springbock oder ein Warzenschwein für den Eigenbedarf zu erlegen, sondern auf kriminelle Banden, die mit automatischen Waffen dutzende Tiere töten oder Elefanten und Nashörner wegen ihrer Stoßzähne oder Hörner erlegen.

Elefanten, Giraffen und Zebras sind drei der 55 Säugetierarten im Etosha Nationalpark. 1954 wurden im Park 26 Elefanten gezählt. 1967 wurde die Elefantenpopulation auf 500 geschätzt. Heute gibt es im Nationalpark mehr als 2 500 Elefanten.

Der Erfolg des Etosha Nationalparks als touristische Attraktion kann mit Zahlen dokumentiert werden. Vor eineinhalb Jahren, im Jahre 1955, besuchten 6 210 Personen den Park. Im Jahr 1990, dem Jahr der Unabhängigkeit Namibias, war die Zahl auf 90 000 angewachsen. Heute besuchen mehr als 200 000 Personen den Etosha Nationalpark pro Jahr.

Quellen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/elefanten-dramatisches-elefantensterben-in-afrika-a-1110409.html

https://web.archive.org/web/20140807012109/http://www.met.gov.na/Pages/ParkBrochures.aspx

https://web.archive.org/web/20151219141050/http://www.met.gov.na/Documents/Etosha%20Fact%20sheet2.pdf

Und hier noch noch einige Szenenfotos:

 

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