Die Urenkel von Gutenberg

Wir befinden uns in einer Revolution. Nein, ich meine nicht die politischen Entscheidungen in Berlin, Paris, Washington, Peking oder Moskau. Die Umwälzung bezieht sich auf die Art und Weise, wie wir kommunizieren.

Seit um 1450 von Johann Gutenberg der Butastaturchdruck erfunden wurde und die Schriftkultur Einzug in das Alltagsleben fand, gab es keine andere technische Erfindung, die unser aller Leben so sehr veränderte. Die Rede ist von den sogenannten „Neuen Medien“, PC, Notebook, Tablet und Smartphone. Seit diese Medien flächendeckend verbreitet sind, hat sich unser Kommunikationsverhalten tiefgreifend verwandelt.

Blogger sind anders

Waren früher Journalisten diejenigen, welche Informationen recherchierten, redigierten sendenund verbreiteten, ist dies heute Allgemeingut geworden. „Nicht jeder ist Journalist. Aber (fast) jeder publiziert jetzt wie ein Journalist“, so bringt es der Kognitionspsychologe Christian Stöcker auf den Punkt. [1] Aber während sich professionelle Journalisten an Normen, eine ethische Fundierung halten (sollten) und notfalls für Verstöße dagegen zur Verantwortung gezogen werden, operieren die zahllosen Blogger, Podcaster und Twitterer in einem schier endlosen Freiraum. Meldungen und Meinungen, Texte, Fotos und Videos überschwemmen in Massen weltweit die Smartphones. Das Bild nutzerder Wirklichkeit ist davon entscheidend geprägt – und je jünger die Rezipienten sind, desto stärker sind sie von dieser neuen Art der Informationsgewinnung geprägt. Nicht mehr die Nachrichtensendungen in Fernsehen, Rundfunk oder Zeitung beeinflussen insbesondere bei Jugendlichen die Realitätswahrnehmung. Es sind die schnellen Infos auf Twitter, YouTube oder WhatsApp, welche Weltwissen vermitteln und gleichzeitig aber auch unreflektiert die Meinungen, Auffassungen oder im schlimmsten Fall die manipulativen Absichten des jeweiligen Autors transportieren.

Was hilft?

generation-smphMaschinenstürmerei, Verteufeln der Neuen Medien ganz sicher nicht. Aus meiner Sicht hilft nur, dass Eltern, Lehrer und andere pädagogische Vermittler sich dieser Aufgabe stellen. Jugendliche müssen lernen, dass in Medien kein objektives Bild der Realität dargestellt wird. Jede Information ist durch die Brille des Informanden beeinflusst. Christian Stöcker fordert deshalb: „Heute muss sich jeder Medienkonsument Fragen stellen, die bislang in der Regel nur Wissenschaftler und Journalisten beschäftigten: Wer spricht da und mit welcher Motivation, mit welchen Belegen? Gibt es eine zweite, unabhängige Quelle?“[2]  Diese medienkritische Auseinandersetzung ist die zentrale pädagogische Aufgabe unserer Zeit.

diskussion

Das muss die Schule vermitteln. Wer könnte es sonst?

[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/digitalisierung-3-dinge-die-schueler-lernen-muessen-kolumne-a-1123115.html

[2] ebda

„Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da.“

Wo ist das Glück, das Goethe hier in seinen „Erinnerungen“ anspricht? Ist es in Namibia, in Island, in Jordanien – oder sonst wo auf dieser Erde? Oft empfindet man es auf jeden Fall an einem weit entfernten Ort. Hier und jetzt ist ja der Ort mit seinem Alltag, der doch mancherlei Sorgen mit sich bringt.

Goethe setzt dem sein bekanntes Wort entgegen: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da.“. Es kommt nicht darauf, weit weg zu fahren, sondern zu lernen, das Glück zu ergreifen im Hier und Jetzt. Es hilft, wenn man sich klar macht, dass Glück oft gar nicht an äußere Umstände gebunden ist, sondern auch eine Frage der inneren Haltung ist.

In diesem Sinn sind diese Bilder aus dem vertrauten Umland zu sehen.

Glück braucht nicht unbedingt die weiten Reisen – auch wenn ich sie nicht missen möchte, denn sie erweitern schon ungemein den Blickwinkel. Aber es ist auch schön zu versuchen, Vertrautes, Gewohntes mit fremden Augen zu sehen – und so wird der heimische Wald eben auch mal zum „Swabian Rainforest“, dem Regenwald, den man sonst eher in fremden Erdteilen verortet.

Sweet Melancholy – ein Test meiner neuen Sony NEX 7/A review of my new Sony NEX 7

Dieses Video erzählt keine Geschichte. Ich wollte damit nur die Fähigkeiten meiner neuen Kamera testen – die Sony NEX 7. Ich habe meine alte NEX-VG 10 mit dem SEL 18200 verkauft und kaufte die kleine Kamera in der Bucht zu einem überraschend günstigen Preis. Ich wollte eine kleine, handliche Kamera, die schöne Bilder und Videos produziert. Dieses Video ist mein erster Versuch, einige Aufnahmen mit der Neuen zu schießen.

Das Ergebnis in meiner Einschätzung: Die NEX 7 ist eine wunderschön gestaltetete High-End-Kamera mit einem tollen CMOS-Sensor. Es ist eine spiegellose Kamera mit einem Metallkörper, die für Enthusiasten entwickelt wurde. Sie vereint fortschrittliche Technologie mit der Seriosität einer professionellen DSLR. Wenn man die NEX 7 anfasst, fühlt man Metall, schwarz lackiert, nicht lackiertem Kunststoff. Dies ist einer der Gründe, warum ich das ältere Modell wählte und nicht die neure Alpha 6000, die aus Verbundwerkstoffen hergestellt wird. Vermutlich ist der Autofocus der neueren Kamera besser, aber das schlagende Argument für mich als Videofilmer ist der Mikrofoneingang an der NEX 7.

Nex 7-1

Die Kamera packt viele Funktionen in einem sehr kleinen Body. Und es sind nützliche Features, nicht Gimmicks. Für Run & Gun-Aufnahmen, Dokumentarfilm oder Nachrichten mit dem absoluten Minimum an Rigging – aber natürlich auch für Fotos -, macht es viel Spaß sie zu verwenden.

Das Sony E 16-50mm f / 3.5-5.6 OSS PZ   ist ein Pancake-Zoom-Objektiv für das Sony NEX-System (E-mount). Es ist eine extrem kleine Linse mit einem hochinteressanten Brennweitenbereich. Es bietet ein Äquivalent zu einem 24-75mm-Objektiv an einer Vollformatkamera.

Alles in dem Video wurde aus der Hand unter Benutzung des Suchers gedreht. Ich nutzte ausschließlich das SEL 1650-Kit-Objektiv und nach der Bearbeitung war ich doch sehr überrascht über die Qualität dieser Combo mit der NEX 7.

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This video doesn’t tell a story. I just wanted to test the abilities of my new camera – the Sony NEX 7. I sold my old NEX-VG 10 with the SEL and bought the small one as used gear at a surprisingly affordable price. I wanted a small, handy camera which produces fine pictures and videos. So this is my first attempt of shooting some footage with it.

The result in my opinion: The NEX 7 is a beautifully designed high end mirrorless camera with an advanced CMOS sensor. It‘s a mirrorless camera with a metal body designed for pros and enthusiasts. It combines high advanced technology with the seriousness of a professional DSLR. When picking up the NEX 7 you feel cold steel painted black, not painted plastic. This ist one of the reasons why I choose the older model and not the Alpha 6000, being made of composite materials. The AF oft he modern type is better, but the crushing argument for me as a videographer is the microphon plug at the NEX 7.

The camera packs lots of features into a very small body, and they are useful features not gimmicks. For handheld run & gun documentary or news with the bare minimum of rigging, and for stills, it is so much fun to use.

The Sony E 16-50mm f/3.5-5.6 OSS PZ is a pancake zoom lens for the Sony NEX system (E-mount). It is an extremely small lens especially considering its highly interesting focal length range. It’s offering a field-of-view equivalent to „24-75mm“ on full format cameras.

Anything in the video was shot handheld with the camera held to my eye. I used the very small pancace SEL 1650 kit lense and after editing I was highly surprised about the quality of that combo with the NEX 7.