Getting closer – zur Ästhetik des Films mit kleinem Sensor

Das was heute unter „Filmlook“ verstanden wird, beruht häufig auf Aufnahmen mit großem Aufnahmeformaten: 35mm-Film, Vollformatkameras etc.. Diese Art Film beruht auf dem Gegensatz von Schärfe zu Unschärfe, wie es immer wieder gezeigt wird.

Filmen mit kleinem Sensor ist anders.

https://vimeo.com/256233482

Je kleiner das Aufnahmemedium umso größer wird die Schärfentiefe eines Objektivs. Eine Kamera mit 1/4‘‘-Sensor wie die Panasonic HC-X 929 hat z.B. eine Brennweite von 2,84 bis 34,1 mm. Das entspricht bei einem 35mm-Kleinbildfilm einem Äquvalent von 29,8 – 399,2 mm. Während aber ein Standardobjektiv von 50mm an der Canon 5 D bei einer Entfernung von 2 m zum Objekt und einer gewählten Blende 2,8 gerade mal einen scharfen Bereich von  1,89 – 2,12 m hat, würde das Äqivalent am Camcorder bei ansonsten gleichen Bedingungen von 0,30 – ∞ scharf zeichnen. Eine ziemlich langweilige Aufnahme auf der viel zu viele Einzelheiten deutlich sichtbar sind, wäre die Folge. Was also tun, um auch mit kleinem Sensor interessant zu filmen?

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1/4-Zoll (Panasonic X 909)

Lernen wir von den Kameraleuten, die Meisterwerke wie „Black Swan“ oder „Carol“ auf dem kleinen Filmformat von 16mm gedreht haben. Dieses Filmformat entspricht in etwa dem 1‘‘-Sensor, wie er etwa in der Digital Bolex D 16 oder der Blackmagic Design Pocket Cinema Camera verwendet wird, aber nun auch Eingang in populäre Camcorder wie dem Sony HDR-CX 900 fand.

Schauen wir uns diese Filme mit Blick auf die Kameraführung an, so fällt auf, dass die

1/4-Zoll (Panasonic X 909)
1/4-Zoll (Panasonic X 909)

allermeisten Einstellungen Details zeigen. Kaum einmal ist etwas von der klassischen Abfolge des „Establishing Shots“ zur Halbtotalen zu sehen. Die Kamera ist fast immer nah an den Darstellern – und dadurch gewinnt der Film seine besondere Ästhetik. Der Film entwickelt seine Handlung wie mit der Lupe und reiht Nahaufnahme an Nahaufnahme. Bei den Einstellungen zeigt sich nun auch hier der Kontrast von Schärfe zu Unschärfe wie bei den „großen“ Formaten – aber immer gepaart mit dem Blick aufs Detail.

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1/4-Zoll (Panasonic X 909)

Wie kommt das? Es hängt zusammen mit den Gesetzen der Optik. Die Schärfentiefe eines Objektivs ist nur von der Brennweite und der eingestellten Blende abhängig. Ein 50mm-Objektiv, oft auch Normalobjektiv genannt, heißt so, weil es bei Verwendung an einer analogen Kamera mit 35mm-Kleinbildfilm oder an einer Vollformatkamera wie der Canon 5D ziemlich genau den Blickwinkel zeigt, den ein erwachsener Mensch hat, wenn er konzentriert und fokussiert auf ein Objekt schaut. Das ist ungefähr ein Blickwinkel von 35 Grad. Bei einer bestimmten Blende ergibt sich so auch eine definierte Schärfentiefe. Hier einige Beispiele für ein 50mm-Objektiv (Quelle: Film &TV Kameramann (Hrsg.): Jahrbuch Kamera 2016, S.551-562:

50-mm-Objektv

Entfernung f 2,8 f 4 f 5,6 f 8
1m 0,97-1,03 0,96-1,04 0,95-1,06 0,93-1,09-
2m 1,89-2,12 1,85-2,17 1,80-2,25 1,72-2,38
5m 4,39-5,81 4,17-6,25 3,91-6,94 3,57-8,33

Verwenden wir nun eine Kamera mit einem sehr kleinen Sensor wie die Panasonic HC-X 929 müssen wir für den gleichen Blickwinkel von 35 Grad die Linse auf eine Brennweite von 5mm einstellen. Dadurch verändern sich die Werte der Schärfentiefe sehr drastisch:

5mm-Objektv

Entfernung f 2,8 f 4 f 5,6 f 8
1m 0,26-∞ 0,20-∞ 0,15-∞ 0,11-∞
2m 0,30-∞ 0,22-∞ 0,16-∞ 0,12-∞
5m 0,33-∞ 0,24-∞ 0,17-∞ 0,12-∞

Was also tun, wenn man eine Kamera mit einem kleinen Sensor zwischen einem ¼‘‘ wie die schon erwähnte Panasonic, einem 1/3‘‘ wie z.B. die Canon XF 100 oder auch eine 1‘‘-Kamera wie die Sony HDR-CX 900 oder die RX10 besitzt? Getting Closer! Ran ans Motiv und eine möglichst lange Brennweite wählen. Wenn man eine ähnliche Schärfentiefe erreichen will, wie mit dem 50mm-Objektiv, muss man an der kleinformatigen Kamera

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APS-C Sensor (Sony NEX-VG10 mit SEL 18-200mm bei f=6,3, Gain 21 )

bis weit in den Telebereich, etwa eine Brennweite von rund 35mm wählen. Das entspricht umgerechnet auf Vollbild einem Teleobjektiv von ca. 300mm Dann verengt sich allerdings der Blickwinkel auf einen ganz schmalen Ausschnitt von etwa 5 Grad. Das bedeutet, dass man nur noch einen sehr schmalen Ausschnitt sieht. Den nimmt man allerdings mit einer ähnlich geringen Schärfentiefe wahr wie bei einer 50-mm-Linse beim Vollformat. Es ergibt sich eine vollkommen andere Wahrnehmungsart je nach

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APS-C- Sensor (Sony NEX-VG10 mit SEL 18-200mm bei f=6,3, Gain 21)

verwendeter Kamera. Bei großformatigen Geräten kann man Aufnahmen mit geringer Schärfentiefe machen und ein relativ weites Umfeld in Unschärfe verschwinden lassen während bei den Camcordern mit kleinen Sensoren Bilder mit Unschärfezonen nur möglich sind, wenn man ins Detail geht. Eine ganz andere Bildauffassung ist die Folge, wenn man diese Erkenntnisse bewusst anwendet.

Mit etwas Übung merkt man , dass sich eine Ästhetik wie in den früheren 16mm-Filmen entwickelt. Man bleibt sehr nah an den Protagonisten und folgt der Story mit einem Blick auf die Einzelheiten.

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APS-C-Sensor (Sony NEX-VG10 mit SEL 50mm bei f=1,8)

Allerdings muss man manchmal ja doch auch Übersichten zeigen. Dann heißt die Devise beim kleinen Sensor noch mehr wie bei den großen: klarer Bildaufbau mit wenig Elementen.

Langer Rede kurzer Sinn: Jede Art von Kamera fordert einen bestimmten Aufnahmestil oder anders gesagt: Mache dich mit den besonderen Möglichkeiten deines Werkzeugs vertraut. Will man mit einer Canon 5D den 16mm-Look des Films „Black Swan“ imitieren, wird man ebenso scheitern, wie beim Versuch mit einer XF100 Übersichtsaufnahmen mit großen Unschärfezonen zu filmen.  Nur wenn man die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten seines Werkzeugs kennt und bewusst kreativ verwendet, wird die Kamera zum Freund.

Schärfentiefenvergleich

Mit drei unterschiedlichen Camcordern: APS-Sensor der Sony NEX-VG10, der Panasonic HC-X909 mit 1/4-Zoll-Sensor,und der Canon XF100 mit einem 1/3-Zoll-Sensor und zum Vergleich ein 1-Zoll-Sensor in der Sony CX900 jeweils in der max. Telestellung mit Offenblende.

Kamera APS: 200mm

Ents. 35mm:

320mm

f=8

1/4′: 35mm

Ents. 35mm:

350mm

f=2,8

1/3′: 50mm

Ents. 35mm:

300mm

f=2,8

1′ :100mm

Ents. 35mm:

350mm

f=5,6

1m 1,00-1,01 0,95-1,06 0,97-1,03 0,99-1,01
2m 1,98-2,02 1,79-2,26 1,89-2,12 1,95-2,06
5m 4,88-5,13 3,89-7,00 4,39-5,81 4,67-5,38

Interessant ist der Vergleich bei 2m Entfernung. Das entspricht häufig einer Nahaufnahme des Gesichts. Hier zeigen sich folgende Schärfentiefenbereiche:

Kamera APS: 200mm

Ents. 35mm:

320mm

f=8

1/4′: 35mm

Ents. 35mm:

350mm

f=2,8

1/3′: 50mm

Ents. 35mm:

300mm

f=2,8

1′ :100mm

Ents. 35mm:

350mm

f=5,6

2m 4 cm 47 cm 23 cm 11 cm
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APS-C-Sensor (Sony NEX-VG10 mit SEL 18-200mm bei f=6,3, Gain 21)

Beachten muss man den erheblichen Unterschied in der Lichtstärke. Die NEX-VG10 verlangt unter Low-Light-Bedingungen sehr rasch nach einem relativ hohen Gain; hier haben die beiden Kameras mit kleinem Sensor erheblich größere Reserven. Subjektiv scheinen im Vergleich die Aufnahmen mit der Panasonic bei schwachem Licht klarer und rauschärmer.

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1/4-Zoll (Panasonic X 909)

 

Ein fotografischer Rückblick

Seit meinem 16. Lebensjahr faszinierte mich die Fotografie und  ich streifte schon früh mit diversen Kameras umher, entwickelte Filme und Bilder in der eigenen kleinen Dunkelkammer. So  sammelte  ich immer mehr Erfahrungen in diesem Bereich und eignete mir autodidaktisch die erforderlichen handwerklichen und technischen Fertigkeiten an. 1999 begann ich mit digitalen Kameras zu experimentieren, blieb aber noch viele Jahre meinen analogen Aufnahmetechniken treu. Neben meinen gebraucht gekauften digitalen Canon-DSLRs – angefangen von der D 30 aus dem Jahr 2000 über die Nachfolgermodelle D 60, 10 D  bis zur 20 D – fotografierte ich parallel immer noch mit meinen Schätzen aus der Ära des Films: Meine erste Spiegelreflexkamera , eine Praktica Super TL, made in GDR,  sparte ich mir 1973 mühsam zusammen. Zwei Jahre später wurde sie durch eine Minolta „XD 5“  (die kleine Schwester der legendären „XD 7“) ergänzt, die ich immer noch in Verwendung habe. In den Folgejahren sammelten sich – dank Ebay – eine ganz ansehnliche Sammlung von analogen Kameras bei mir an:

Meine Lieblingsstücke waren die OM 1, die OM 2 von Olympus, die Olympus XA, aber vor allem die „Rasselkrachs“  im Mittelformat aus der UdSSR: die Kiev 88 und eine Zenith 80. Glanzstück war eine Mamiya C 220.

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Oft war ich hybrid unterwegs, fotografierte auf Kodak Tri X, Agfa APX, Ilford FP 4, Fuji Neopan Acros 100 oder auf Fuji Velvia, entwickelte die Filme im Badezimmer, scannte sie ein. Die Endverarbeitung fand dann mit Photoshop statt.

Erst in den letzten drei Jahren stieg ich dann  völlig auf digitale Geräte um um – aber wenn ich Zeit finde, nehme ich mir auch heute noch gerne eine meiner analogen Gerätschaften und fotografiere in dieser konventionellen Weise.

2016 stieg ich von meiner liebgewordenen Canon 20 D auf eine Sony NEX 7 als Hauptfotokamera um, die ich manchmal mit meinen guten alten Minolta MD-Objektiven ausrüste. Nex 7-1Ganz neu habe ich zusätzlich auch mein Smartphone, das Nokia Lumia 930 mit seiner 20-Megapixel-Kamera,  1/2,5 großem Sensor und Carl-Zeiss-Optik als ernsthaftes Aufnahmegerät entdeckt.

Hier einige meiner Favoriten aus den letzten Jahren, manche noch analog, die meisten jedoch schon digital entstanden.

Symphonie der Farben

Ein dreitägiger Kurztrip in die Schweiz und dort wandern, so weit die Füße tragen. Das war unsere Vorstellung als Antje und ich am ersten Oktoberwochenende nach Graubünden aufbrachen.

Musik: The Four Seasons (Vivaldi) by John Harrison 
with the Wichita State University Chamber Players

Gleich am Samstagmorgen ging es in Klosters mit der Gotschnabahn hinauf auf 2300m Höhe. Vier Grad zeigte das Thermometer, aber schweiz-herbst-artikel-1beim Gehen wurde uns bald warm. Über die Parsennhütte ging es auf den Höhenweg unterhalb der Weißfluh. Was wir so nicht erwartet hatten, war die Symphonie der Farben, die sich uns bot. So kann man das nur im Herbst erleben: Das Grün war einem warmen Braunton als Grundfarbe gewichen, durchsetzt mit roten Flecken der Blaubeersträucher und der Alpenrosen.

Auch die „Murmeli“ waren noch sehr aktiv und pfiffen munter, wenn sich einer der Zweibeiner oder der Mountainbiker näherte.

Immer mit dem Blick auf das im Tal gelegene Davos und weiter in Richtung des Flüelapasses, der die Grenze zum Engadin bildet, ging es weiter zum Strelapass auf 2352m Höhe. In der urigen Atmosphäre dort kurz eine Rivella getrunken und eine Bündner Nusstorte gegessen und schon mussten wir zurück, um dann kurz nach 17 Uhr die letzte Bahn vom Gotschnagrat hinunter nach Klosters zu erwischen.

Am Samstag war nördlich des Flüelschweiz-herbst-artikel-5a Regen angesagt, also kurz über die Passhöhe und auf einem Ziegenpfad in Richtung des Grialetschgletschers gewandert. Hier waren die Farbspiele des sparsamen Bewuchses wieder überwältigend.

Am Montag zeigte sich schon der nahende Winter mit Minusgraden und leicht gezuckerten Bergen. Auf der Passhöhe waren dann die Farben einer monochromen, aber in sich sehr differenzierten grafischen Struktur in mindestens 50 Grautönen mit deutlicher Tendenz zum strahlenden Weiß gewichen.

schweiz-herbst-artikel-23Drei Tage Wandererlebnis pur!

Fotografisch war der Trip eigentlich vom Motto „schweiz-herbst-artikel-3travelling light“ geprägt. Wir hatten unsere Kameras zu Hause gelassen und wollten gar nicht fotografieren. Allerdings hatten wir unsere beiden Smartphones (Nokia Lumia 930) dabei und waren überrascht. Das Mobiltelefon zeigte sich als Kamera, mit der man durchaus auch etwas anspruchsvoller fotografieren kann. Hier die Daten:, Autofokus, Optik von Zeiss mit 6 Linsen, Blende 2,4, Brennweite: 26 mm, optische Bildstabilisierung, Sensorgröße: 1/2,5 Zoll, 20,0 MP.

Hier noch ein paar Fotos:

Am dritten Tag ging es nochmals über den Flüelapass ins Engadin zum Berninapas mit dem Lago Bianco und einer Wanderung zur Alp Grüm. Dort hatten wir einen wundervollen Blick auf den Gletscher des Piz Palü und hinunter ins Tal nach Italien.

For my international friends here an english version:

A three-day short trip to Switzerland and there let us hike around Flüelapass. That was our idea when Antje and I left Nürtingen headed for Graubünden on the first weekend of October. On Saturday morning we went from Klosters with the Gotschna aerial cableway up to the attitude of 2300m. Four degrees indicated the thermometer. Along the Parsennhütte we went on the trail below the Weissfluh. What we had not expected, was the symphony of colors offered to us. It’s an experience you can only have in fall: The green had given way to a warm brown as base color of nature, interspersed with red patches of blueberry bushes and rhododendrons.


The marmots were still very active and whistled merrily when one of the bipeds or mountain bikers approached.


Watching to Davos in the valley and the Flüela in the distance we hiked on to the Strelapass in 2352m. There in a cozy atmosphere we drank a Rivella and eat a nut tart. Then we had to start for our way back, because the last cableway from Gotschnagrat to Klosters runs at 5 pm.
On Saturday the weather forecast predicted rain north of the Flüela. So we drove briefly over the pass and hiked on small goat path towards the Grialetschgletschers. The color were overwhelming again.


On Monday, the approaching winter already showed his frosty face with freezing temperatures and slightly sugared mountains. On top of the mountains the colors had changed to a monochrome grey, but it has a very differentiated graphical structure with at least 50 shades of gray with distinct tendency to bright white.

Later we drove southward to Engadin. We stopped at the Berninapass with the Lago Bianco and hiked to the Alp Grüm. From there we had a wonderful view to the Glacier of the Piz Palü and in the valley to Italy.

Three days hiking adventure pure!

Related to photography the trip was marked by the motto „Travelling Light“. Both of us had left our cameras at home and did not want to take pictures actually. Fortunately we have our smartphones (Nokia Lumia 930) with us. This gear has a pretty decent lens by Zeiss, so we still were able to record our impressions.

Sweet Melancholy – ein Test meiner neuen Sony NEX 7/A review of my new Sony NEX 7

Dieses Video erzählt keine Geschichte. Ich wollte damit nur die Fähigkeiten meiner neuen Kamera testen – die Sony NEX 7. Ich habe meine alte NEX-VG 10 mit dem SEL 18200 verkauft und kaufte die kleine Kamera in der Bucht zu einem überraschend günstigen Preis. Ich wollte eine kleine, handliche Kamera, die schöne Bilder und Videos produziert. Dieses Video ist mein erster Versuch, einige Aufnahmen mit der Neuen zu schießen.

Das Ergebnis in meiner Einschätzung: Die NEX 7 ist eine wunderschön gestaltetete High-End-Kamera mit einem tollen CMOS-Sensor. Es ist eine spiegellose Kamera mit einem Metallkörper, die für Enthusiasten entwickelt wurde. Sie vereint fortschrittliche Technologie mit der Seriosität einer professionellen DSLR. Wenn man die NEX 7 anfasst, fühlt man Metall, schwarz lackiert, nicht lackiertem Kunststoff. Dies ist einer der Gründe, warum ich das ältere Modell wählte und nicht die neure Alpha 6000, die aus Verbundwerkstoffen hergestellt wird. Vermutlich ist der Autofocus der neueren Kamera besser, aber das schlagende Argument für mich als Videofilmer ist der Mikrofoneingang an der NEX 7.

Nex 7-1

Die Kamera packt viele Funktionen in einem sehr kleinen Body. Und es sind nützliche Features, nicht Gimmicks. Für Run & Gun-Aufnahmen, Dokumentarfilm oder Nachrichten mit dem absoluten Minimum an Rigging – aber natürlich auch für Fotos -, macht es viel Spaß sie zu verwenden.

Das Sony E 16-50mm f / 3.5-5.6 OSS PZ   ist ein Pancake-Zoom-Objektiv für das Sony NEX-System (E-mount). Es ist eine extrem kleine Linse mit einem hochinteressanten Brennweitenbereich. Es bietet ein Äquivalent zu einem 24-75mm-Objektiv an einer Vollformatkamera.

Alles in dem Video wurde aus der Hand unter Benutzung des Suchers gedreht. Ich nutzte ausschließlich das SEL 1650-Kit-Objektiv und nach der Bearbeitung war ich doch sehr überrascht über die Qualität dieser Combo mit der NEX 7.

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This video doesn’t tell a story. I just wanted to test the abilities of my new camera – the Sony NEX 7. I sold my old NEX-VG 10 with the SEL and bought the small one as used gear at a surprisingly affordable price. I wanted a small, handy camera which produces fine pictures and videos. So this is my first attempt of shooting some footage with it.

The result in my opinion: The NEX 7 is a beautifully designed high end mirrorless camera with an advanced CMOS sensor. It‘s a mirrorless camera with a metal body designed for pros and enthusiasts. It combines high advanced technology with the seriousness of a professional DSLR. When picking up the NEX 7 you feel cold steel painted black, not painted plastic. This ist one of the reasons why I choose the older model and not the Alpha 6000, being made of composite materials. The AF oft he modern type is better, but the crushing argument for me as a videographer is the microphon plug at the NEX 7.

The camera packs lots of features into a very small body, and they are useful features not gimmicks. For handheld run & gun documentary or news with the bare minimum of rigging, and for stills, it is so much fun to use.

The Sony E 16-50mm f/3.5-5.6 OSS PZ is a pancake zoom lens for the Sony NEX system (E-mount). It is an extremely small lens especially considering its highly interesting focal length range. It’s offering a field-of-view equivalent to „24-75mm“ on full format cameras.

Anything in the video was shot handheld with the camera held to my eye. I used the very small pancace SEL 1650 kit lense and after editing I was highly surprised about the quality of that combo with the NEX 7.

Miró in Mallorca

Wenn Sie Ihren nächsten Urlaub in Mallorca planen, könnte der Besuch dieses Museums eines der Highlights dort werden. Vielleicht mögen Sie unseren Film über Joan Miro, der in der Fundació Pilar i Joan Miró in Palma de Mallorca aufgenommen wurde.

Diese Institution wurde am 7. März 1981 gegründet, als Joan Miró und seine Frau Pilar Juncosa die Ateliers des Künstlers zusammen mit all seinen künstlerischen Werken, Objekten und Dokumenten der Fundació Pilar i Joan Miró in Mallorca übereigneten.

MusiK:
Dionisio Aguado i Garcia: Selected guitar pieces.
Glissando in e-minor.
Gespielt von Jürgen Knuth

Don Perez Freire
Gespielt von Edson Lopez

Creative Common Licenced (musopen.org)

Aufgenommen mit der Sony NEX 5n und meistens mit dem SEL 1.8/50mm, einige Aufnahmen auch mit dem SEL 1650 Kit-Objektiv.

„Freiwillig dienen“ – eine Doku

Ein Blick hinter die Kulissen der Bundeswehr:

Eine Reportage. Kein Werbeprojekt mit Millionenbudget, sondern eine unabhängige Doku. Es ist ein Film über drei junge Menschen, die sich freiwillig für den Dienst in der Bundeswehr entschieden haben. Was bewegt diese Frauen und Männer, den Drill und die Entbehrungen im Leben als Soldat auf sich zu nehmen? Mein Bericht versucht, darauf Antworten zu finden.

Der  Film wurde am 27.6.2015/28.6.2015 vom Sender DRF1 – Deutsches Regional Fernsehen gesendet.

Herzlichen Dank an die Mitwirkenden und an das Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe, das den Film genehmigt hat.

Zum Film: Der Titel der Reportage : „Freiwillig dienen. Vom Turnschuh zum Kampfstiefel“. Erstsendung: 27.6.2015.

Für Rebecca M., Konstantin M. und Christian H. ist der 1.4.2015 ein ganz besonderer Tag. Sie haben sich nach langer Auseinandersetzung mit der Thematik des Dienstes mit der Waffe entschlossen, in die Bundeswehr einzutreten. Damit beginnt nicht nur wie bei anderen Berufsanfängern in zivilen Berufen eine Ausbildung, sondern sie begeben sich in eine andere Welt. Der Alltag in einer militärischen Organisation ist in weiten Bereichen von Regeln und Ordnungen bestimmt, die sich sehr von denen im bisherigen Zivilleben unterscheiden: Disziplin, der Begriff des „Dienstes“ für Ideen und Werte, das Zusammenleben mit fremden Menschen, die man „Kameraden“ nennt, auf engem Raum, die Unterordnung in eine durch Befehl und Gehorsam geprägte Hierarchie.

Einige Szenenfotos: 01 02 03 04 05 06 07
Der Film zeigt einen Blick hinter die Kulissen militärischen Lebens in der Grundausbildung junger freiwillig dienender Rekruten.  Absicht der Reportage ist es, über den Kontrast zwischen “Zivil” und “in Uniform” einen roten Faden herzustellen.
Tobias Brenner, Medienwissenschaftler, meint:
„Hier liegt im Übrigen für MICH das Faszinierende: Wie oben schon erwähnt, gibt es zwar Szenen, in denen Disziplin herrscht, die Rekruten still stehen und anfangen zu marschieren. Aber es ist schon bemerkenswert, dass für mich alles insgesamt sehr familiär, menschlich, alltäglich (einschließlich des Unterrichts) und für die Rekruten TROTZDEM (oder gerade deswegen?) sinnstiftend und Halt gebend wirkt. Der Blick hinter die Kulissen wirkt auf mich wirklich interessant und aufschlussreich: Die Beteiligten wirken trotz der Disziplin wie Menschen mit Ecken und Kanten und eben nicht wie gleichgeschaltete Roboter (außer eben in den “Stillgestanden”-Szenen, was aber in der Natur der Sache liegt). Es entsteht gleich der Eindruck, dass die Ausbildung den jungen Rekruten irgendetwas zu geben scheint: Was das genau ist, wird zwar noch nicht deutlich, erscheint mir zu diesem Zeitpunkt allerdings auch noch nicht wichtig zu sein – das Entscheidende ist, dass es im Film ständig in der Luft liegt und für mich als Zuschauer spürbar wird. .“
Wichtige Stilmittel sind filmische Verknüpfungen (Großaufnahme der Turnschuhe/Sneakers zu Beginn – Kampfstiefel in der Fortsetzung; Hand auf dem Rücken in Zivilkleidung wird zu Hand auf dem Rücken mit Uniform/Handschuh).
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Recherche und filmische Umsetzung
Hauptelement der Recherche war meine Teilnahme an einer 14tägigen OLt-Korinekdienstlichen Veranstaltung der Bundeswehr für zivile Führungskräfte – die 99. InfoDVaGLW im Oktober 2014. Die Teilnehmer durchliefen dabei eine verkürzte Grundausbildung mit Formaldienst, Ausbildung an der Waffe, dem Gelöbnis und der Beförderung zum Oberleutnant d. R. Viele der grundlegenden Erfahrungen beim Übergang vom Zivilleben in die militärische Struktur konnte ich dabei selbst machen (hier der Link zum Bericht über diese Veranstaltung).
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Der Film ist die Abschlussarbeit meiner Ausbildung beim Deutschen Journalistenkolleg Berlin unter der Betreuung von Daniel Moj. Aufgenommen wurde die Handlung mit einer Reportagekamera (Canon XF 100), meist als Handkamera. Der Ton wird als Atmo mit dem Kameramikro und in den Sprachanteilen mit Richtmikrofon bzw. Lavalier- oder Handmikro, ggf. über eine Funkstrecke, aufgenommen. Länge der Reportage ca. 15 Minuten.

Mit der Panasonic HC-X 909 in Namibia

Antje Korinek-BlessingDie Aufnahmen für unseren Namibia-Film drehte ich mit der Panasonic HC-X 909. Lassen Sie mich vor diesem Hintergrund vorab die Frage stellen: Ist dieser Camcorder eine professionelle Kamera? Sicher kann man dies mit einem klaren Nein beantworten, wenn man Kriterien anlegt, die üblicherweise an solche Ausrüstung gestellt werden. Fragt man jedoch, ob man mit der Panasonic HC-X 909 professionell arbeiten kann, kann man dies mit wenigen Ausnahmen mit einem Ja beantworten. Fragen wir uns: Was heißt denn professionelles Arbeiten? Für mich heißt das: Unter gegebenen Umständen mit der angepassten Ausrüstung das bestmögliche Resultat erzielen — und so gesehen war die Wahl dieser Kamera zur Herstellung dieses Films absolut überzeugend!

 Dies will ich im Folgenden kurz begründen:

  • Das lichtstarke und sehr scharfe Leica-Objektiv mit f/1,5 bei Offenblende und einer Brennweite von 29-368 mm genügt in den meisten Fällen den Ansprüchen für Reisefilme. Lediglich bei einigen wenigen Tieraufnahmen hätte ich mir ein längeres Tele gewünscht. Ich versuchte den Mangel mit dem   „Intelligenten Zoom“ auszugleichen. Entgegen der Auffassung mancher Tester konnte mich diese Spezialform eines digitalen Zooms, bei dem die
  • Panasonic-3nicht benötigten Randzonen des Sensors benützt werden,  nicht überzeugen. Die Aufnahmen waren doch relativ unscharf und können nur durch extremes Nachschärfen verwendet werden.
  • Interessant war hingegen die hohe Lichtstärke, die in Verbindung mit maximaler Telestellung und einem ND8-Graufilter doch ein gewisses Bokeh durch Unschärfe im Hintergrund erzeugen konnte. Ich hatte abgesehen von Aufnahmen in der Dämmerung stets diesen Filter auf der Kamera.
  • Absolut überzeugend war hingegen das
  • Panasonic-1Bildstabilisierungssystem Hybrid OIS+ mit seiner kombinierten optischen und die elektronische Stabilisierung. Damit korrigiert es ungewollte Bewegungen auf fünf Achsen. Gerade bei Reisefilmen, wenn es darauf ankommt, rasch aufnahmebereit zu sein und vielleicht die Situation der Reisegruppe die Verwendung von Stativen oder anderen Hilfsmitteln nicht zulässt, war der Bildstabilisator immer verlässlich. So sind nahezu alle Aufnahmen des Films aus der Hand und nur ggf. mit Aufstützen entstanden.
  • Der bekannte kühle Bildcharakter der Panasonic HC-X 909 mit seiner leichten Überbetonung des Grünanteils gefiel mir speziell bei den „Colours of Africa“ nicht so sehr. Dies konnte ich jedoch leicht durch die Möglichkeiten meiner Bildbearbeitungssoftware Magix Video Pro X5 ausgleichen. Ich habe einfach für den ganzen Film den Farbcharakter etwas in Richtung rot verschoben und gleichzeitig den Kontrast ein wenig angehoben. Wie so oft bei der Bearbeitung ist auch hier wenig oft mehr.
  • Als sehr wichtig stellte sich heraus, dass ich in Namibia im Gegensatz zu früheren Projekten, nur im manuellen Modus aufgenommen habe. Weißlichtabgleich, Belichtung und Blende sind so an das Motiv perfekt anzupassen.
  • Alle Aufnahmen wurden im 50p-Format aufgenommen. Dies ermöglichte bei Bedarf in der Nachbearbeitung sehr leicht eine 2fache Zeitlupe.
  • Das wichtigste Kriterium für die Wahl der Panasonic HC-X 909 warPanasonic-2 jedoch ihre Kompaktheit und das geringe Gewicht. So ging die gesamte Ausrüstung in die kleine, unauffällige khakifarbene Kalahari Molopo K-41i Canvas. Ich hatte 4 Reserve-Akkus dabei, ein externes Ladegerät, Polfilter, ND8-Graufilter und das kleine Reisestativ Pronto von Cullmann (brauchbar, wenn kein Wind geht).

 Überzeugen Sie sich nun selbst – viel Vergnügen beim Film!
http://vimeo.com/86042810

Kamera………………………………….. Panasonic HC-X909 (1080/50p)

Software ………………………………… Magix Video Pro X5

Location…………………………………. Namibia

Musik: …………………………………… Highland Musikarchiv

Bäume

Bäume # 01
Bäume # 01

Man kann in meinen Baumfotos so etwas wie eine kleine Hommage an Gerhard Richter sehen – statt die Realität im Foto so klar wie möglich abzubilden, versuchte ich in dieser Serie, die Lichtstimmungen und die Bewegung der Äste im Wind als Abstraktion im Bild einzufangen. Gerhard Richter sagte einmal zu dieser Art der Darstellung:

„Ich habe in einem unscharfen Bild noch nie etwas vermisst. Im Gegenteil, man sieht viel mehr darin als in einem scharfen Bild. Eine mit Genauigkeit gemalte Landschaft zwingt uns, eine bestimmte Anzahl deutlich unterscheidbarer Bäume zu sehen, während man in einer unscharfen Landschaft eine beliebige Anzahl von Bäumen erkennen kann. Das Bild ist offener.“
(Gerhard Richter, Interview mit Irmeline Lebeer 1973)

Bäume # 07
Bäume # 07
Bäume # 09
Bäume # 09
Bäume # 08
Bäume # 08
Bäume # 06
Bäume # 06
Bäume # 04
Bäume # 04
Bäume # 03
Bäume # 03
Bäume # 02
Bäume # 02

Vollformat-Kompakt-Kamera von Olympus

von Walter Korinek

Testbilder von der neuen Kompaktkamera im Vollformat von Olympus? Nein, bis jetzt gibt es die nicht – aber in den 70er Jahren gab es die XA mit einem ausgezeichneten, lichtstarken 2,8/35mm Festobjektiv, Zeitautomatik, Messsucher wie die Leica M, Empfindlichkeitsbereich von 25-800 ISO und das ganze in einer Größe, die bequem in jede Jackentasche passt.  Allerdings ist dieses Wunderwerk nicht digital, sondern verwendet Filme aller Fabrikate und Empfindlichkeiten in SW oder Farbe.  Mehr Informationen hier:  http://en.wikipedia.org/wiki/Olympus_XA oder hier http://www.erikfiss.com/foto/cams/xa/

Hier einige herbstliche Fotos aus Rom mit meinem analogen Schätzchen aufgenommen auf Kodak Portra 400 NC – Viel Spaß beim Anschauen:

Mehr: http://www.walterkorinek.de

Stuttgart – herbe Schönheit

Stuttgart bietet mehr als den Streit um den neuen Tiefbahnhof Stuttgart 21 oder einen grünen Oberbürgermeister. Diese monochromen, analog aufgenommenen Bilder präsentieren die Landeshauptstadt Baden-Württembergs in ihrer herben Schönheit abseits der austauschbaren Ladenstraßen.