Ein fotografischer Rückblick


Seit meinem 16. Lebensjahr faszinierte mich die Fotografie und  ich streifte schon früh mit diversen Kameras umher, entwickelte Filme und Bilder in der eigenen kleinen Dunkelkammer. So  sammelte  ich immer mehr Erfahrungen in diesem Bereich und eignete mir autodidaktisch die erforderlichen handwerklichen und technischen Fertigkeiten an. 1999 begann ich mit digitalen Kameras zu experimentieren, blieb aber noch viele Jahre meinen analogen Aufnahmetechniken treu. Neben meinen gebraucht gekauften digitalen Canon-DSLRs – angefangen von der D 30 aus dem Jahr 2000 über die Nachfolgermodelle D 60, 10 D  bis zur 20 D – fotografierte ich parallel immer noch mit meinen Schätzen aus der Ära des Films: Meine erste Spiegelreflexkamera , eine Praktica Super TL, made in GDR,  sparte ich mir 1973 mühsam zusammen. Zwei Jahre später wurde sie durch eine Minolta „XD 5“  (die kleine Schwester der legendären „XD 7“) ergänzt, die ich immer noch in Verwendung habe. In den Folgejahren sammelten sich – dank Ebay – eine ganz ansehnliche Sammlung von analogen Kameras bei mir an:

Meine Lieblingsstücke waren die OM 1, die OM 2 von Olympus, die Olympus XA, aber vor allem die „Rasselkrachs“  im Mittelformat aus der UdSSR: die Kiev 88 und eine Zenith 80. Glanzstück war eine Mamiya C 220.

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Oft war ich hybrid unterwegs, fotografierte auf Kodak Tri X, Agfa APX, Ilford FP 4, Fuji Neopan Acros 100 oder auf Fuji Velvia, entwickelte die Filme im Badezimmer, scannte sie ein. Die Endverarbeitung fand dann mit Photoshop statt.

Erst in den letzten drei Jahren stieg ich dann  völlig auf digitale Geräte um um – aber wenn ich Zeit finde, nehme ich mir auch heute noch gerne eine meiner analogen Gerätschaften und fotografiere in dieser konventionellen Weise.

2016 stieg ich von meiner liebgewordenen Canon 20 D auf eine Sony NEX 7 als Hauptfotokamera um, die ich manchmal mit meinen guten alten Minolta MD-Objektiven ausrüste. Nex 7-1Ganz neu habe ich zusätzlich auch mein Smartphone, das Nokia Lumia 930 mit seiner 20-Megapixel-Kamera,  1/2,5 großem Sensor und Carl-Zeiss-Optik als ernsthaftes Aufnahmegerät entdeckt.

Hier einige meiner Favoriten aus den letzten Jahren, manche noch analog, die meisten jedoch schon digital entstanden.

„Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da.“


Wo ist das Glück, das Goethe hier in seinen „Erinnerungen“ anspricht? Ist es in Namibia, in Island, in Jordanien – oder sonst wo auf dieser Erde? Oft empfindet man es auf jeden Fall an einem weit entfernten Ort. Hier und jetzt ist ja der Ort mit seinem Alltag, der doch mancherlei Sorgen mit sich bringt.

Goethe setzt dem sein bekanntes Wort entgegen: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da.“. Es kommt nicht darauf, weit weg zu fahren, sondern zu lernen, das Glück zu ergreifen im Hier und Jetzt. Es hilft, wenn man sich klar macht, dass Glück oft gar nicht an äußere Umstände gebunden ist, sondern auch eine Frage der inneren Haltung ist.

In diesem Sinn sind diese Bilder aus dem vertrauten Umland zu sehen.

Glück braucht nicht unbedingt die weiten Reisen – auch wenn ich sie nicht missen möchte, denn sie erweitern schon ungemein den Blickwinkel. Aber es ist auch schön zu versuchen, Vertrautes, Gewohntes mit fremden Augen zu sehen – und so wird der heimische Wald eben auch mal zum „Swabian Rainforest“, dem Regenwald, den man sonst eher in fremden Erdteilen verortet.

Sweet Melancholy – ein Test meiner neuen Sony NEX 7/A review of my new Sony NEX 7


Dieses Video erzählt keine Geschichte. Ich wollte damit nur die Fähigkeiten meiner neuen Kamera testen – die Sony NEX 7. Ich habe meine alte NEX-VG 10 mit dem SEL 18200 verkauft und kaufte die kleine Kamera in der Bucht zu einem überraschend günstigen Preis. Ich wollte eine kleine, handliche Kamera, die schöne Bilder und Videos produziert. Dieses Video ist mein erster Versuch, einige Aufnahmen mit der Neuen zu schießen.

Das Ergebnis in meiner Einschätzung: Die NEX 7 ist eine wunderschön gestaltetete High-End-Kamera mit einem tollen CMOS-Sensor. Es ist eine spiegellose Kamera mit einem Metallkörper, die für Enthusiasten entwickelt wurde. Sie vereint fortschrittliche Technologie mit der Seriosität einer professionellen DSLR. Wenn man die NEX 7 anfasst, fühlt man Metall, schwarz lackiert, nicht lackiertem Kunststoff. Dies ist einer der Gründe, warum ich das ältere Modell wählte und nicht die neure Alpha 6000, die aus Verbundwerkstoffen hergestellt wird. Vermutlich ist der Autofocus der neueren Kamera besser, aber das schlagende Argument für mich als Videofilmer ist der Mikrofoneingang an der NEX 7.Nex 7-1

Die Kamera packt viele Funktionen in einem sehr kleinen Body. Und es sind nützliche Features, nicht Gimmicks. Für Run & Gun-Aufnahmen, Dokumentarfilm oder Nachrichten mit dem absoluten Minimum an Rigging – aber natürlich auch für Fotos -, macht es viel Spaß sie zu verwenden.

Das Sony E 16-50mm f / 3.5-5.6 OSS PZ   ist ein Pancake-Zoom-Objektiv für das Sony NEX-System (E-mount). Es ist eine extrem kleine Linse mit einem hochinteressanten Brennweitenbereich. Es bietet ein Äquivalent zu einem 24-75mm-Objektiv an einer Vollformatkamera.

Alles in dem Video wurde aus der Hand unter Benutzung des Suchers gedreht. Ich nutzte ausschließlich das SEL 1650-Kit-Objektiv und nach der Bearbeitung war ich doch sehr überrascht über die Qualität dieser Combo mit der NEX 7.

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This video doesn’t tell a story. I just wanted to test the abilities of my new camera – the Sony NEX 7. I sold my old NEX-VG 10 with the SEL and bought the small one as used gear at a surprisingly affordable price. I wanted a small, handy camera which produces fine pictures and videos. So this is my first attempt of shooting some footage with it.

The result in my opinion: The NEX 7 is a beautifully designed high end mirrorless camera with an advanced CMOS sensor. It‘s a mirrorless camera with a metal body designed for pros and enthusiasts. It combines high advanced technology with the seriousness of a professional DSLR. When picking up the NEX 7 you feel cold steel painted black, not painted plastic. This ist one of the reasons why I choose the older model and not the Alpha 6000, being made of composite materials. The AF oft he modern type is better, but the crushing argument for me as a videographer is the microphon plug at the NEX 7.

The camera packs lots of features into a very small body, and they are useful features not gimmicks. For handheld run & gun documentary or news with the bare minimum of rigging, and for stills, it is so much fun to use.

The Sony E 16-50mm f/3.5-5.6 OSS PZ is a pancake zoom lens for the Sony NEX system (E-mount). It is an extremely small lens especially considering its highly interesting focal length range. It’s offering a field-of-view equivalent to „24-75mm“ on full format cameras.

Anything in the video was shot handheld with the camera held to my eye. I used the very small pancace SEL 1650 kit lense and after editing I was highly surprised about the quality of that combo with the NEX 7.

Miró in Mallorca


Wenn Sie Ihren nächsten Urlaub in Mallorca planen, könnte der Besuch dieses Museums eines der Highlights dort werden. Vielleicht mögen Sie unseren Film über Joan Miro, der in der Fundació Pilar i Joan Miró in Palma de Mallorca aufgenommen wurde.

Diese Institution wurde am 7. März 1981 gegründet, als Joan Miró und seine Frau Pilar Juncosa die Ateliers des Künstlers zusammen mit all seinen künstlerischen Werken, Objekten und Dokumenten der Fundació Pilar i Joan Miró in Mallorca übereigneten.

MusiK:
Dionisio Aguado i Garcia: Selected guitar pieces.
Glissando in e-minor.
Gespielt von Jürgen Knuth

Don Perez Freire
Gespielt von Edson Lopez

Creative Common Licenced (musopen.org)

Aufgenommen mit der Sony NEX 5n und meistens mit dem SEL 1.8/50mm, einige Aufnahmen auch mit dem SEL 1650 Kit-Objektiv.

„Freiwillig dienen“ – eine Doku


Ein Blick hinter die Kulissen der Bundeswehr:

Eine Reportage. Kein Werbeprojekt mit Millionenbudget, sondern eine unabhängige Doku. Es ist ein Film über drei junge Menschen, die sich freiwillig für den Dienst in der Bundeswehr entschieden haben. Was bewegt diese Frauen und Männer, den Drill und die Entbehrungen im Leben als Soldat auf sich zu nehmen? Mein Bericht versucht, darauf Antworten zu finden.

Der  Film wurde am 27.6.2015/28.6.2015 vom Sender DRF1 – Deutsches Regional Fernsehen gesendet.

Herzlichen Dank an die Mitwirkenden und an das Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe, das den Film genehmigt hat.

Zum Film: Der Titel der Reportage : „Freiwillig dienen. Vom Turnschuh zum Kampfstiefel“. Erstsendung: 27.6.2015.

Für Rebecca M., Konstantin M. und Christian H. ist der 1.4.2015 ein ganz besonderer Tag. Sie haben sich nach langer Auseinandersetzung mit der Thematik des Dienstes mit der Waffe entschlossen, in die Bundeswehr einzutreten. Damit beginnt nicht nur wie bei anderen Berufsanfängern in zivilen Berufen eine Ausbildung, sondern sie begeben sich in eine andere Welt. Der Alltag in einer militärischen Organisation ist in weiten Bereichen von Regeln und Ordnungen bestimmt, die sich sehr von denen im bisherigen Zivilleben unterscheiden: Disziplin, der Begriff des „Dienstes“ für Ideen und Werte, das Zusammenleben mit fremden Menschen, die man „Kameraden“ nennt, auf engem Raum, die Unterordnung in eine durch Befehl und Gehorsam geprägte Hierarchie.

Enige Szenenfotos: 01 02 03 04 05 06 07
Der Film zeigt einen Blick hinter die Kulissen militärischen Lebens in der Grundausbildung junger freiwillig dienender Rekruten.  Absicht der Reportage ist es, über den Kontrast zwischen “Zivil” und “in Uniform” einen roten Faden herzustellen. Tobias Brenner, Medienwissenschaftler, meint: „Hier liegt im Übrigen für MICH das Faszinierende: Wie oben schon erwähnt, gibt es zwar Szenen, in denen Disziplin herrscht, die Rekruten still stehen und anfangen zu marschieren. Aber es ist schon bemerkenswert, dass für mich alles insgesamt sehr familiär, menschlich, alltäglich (einschließlich des Unterrichts) und für die Rekruten TROTZDEM (oder gerade deswegen?) sinnstiftend und Halt gebend wirkt. Der Blick hinter die Kulissen wirkt auf mich wirklich interessant und aufschlussreich: Die Beteiligten wirken trotz der Disziplin wie Menschen mit Ecken und Kanten und eben nicht wie gleichgeschaltete Roboter (außer eben in den “Stillgestanden”-Szenen, was aber in der Natur der Sache liegt). Es entsteht gleich der Eindruck, dass die Ausbildung den jungen Rekruten irgendetwas zu geben scheint: Was das genau ist, wird zwar noch nicht deutlich, erscheint mir zu diesem Zeitpunkt allerdings auch noch nicht wichtig zu sein – das Entscheidende ist, dass es im Film ständig in der Luft liegt und für mich als Zuschauer spürbar wird. .“ Wichtige Stilmittel sind filmische Verknüpfungen (Großaufnahme der Turnschuhe/Sneakers zu Beginn – Kampfstiefel in der Fortsetzung; Hand auf dem Rücken in Zivilkleidung wird zu Hand auf dem Rücken mit Uniform/Handschuh).
Recherche und filmische Umsetzung
Hauptelement der Recherche war die Teilnahme des Autors an einer 14tägigen dienstlichen Veranstaltung der Bundeswehr für zivile Führungskräfte – die 99. InfoDVaGLW im Oktober 2014. Die Teilnehmer durchliefen dabei eine verkürzte Grundausbildung mit Formaldienst, Ausbildung an der Waffe, dem Gelöbnis und der Beförderung zum Oberleutnant d. R. Viele der grundlegenden Erfahrungen beim Übergang vom Zivilleben in die militärische Struktur konnte der Autor dabei selbst machen (hier der Link zum Bericht über diese Veranstaltung).
Der Film ist die Abschlussarbeit meiner Ausbildung beim Deutschen Journalistenkolleg Berlin unter der Betreuung von Daniel Moj.
Aufgenommen wurde die Handlung mit einer Reportagekamera (Canon XF 100), meist als Handkamera. Der Ton wird als Atmo mit dem Kameramikro und in den Sprachanteilen mit Richtmikrofon bzw. Lavalier- oder Handmikro, ggf. über eine Funkstrecke, aufgenommen. Länge der Reportage ca. 15 Minuten.

Mit der Panasonic HC-X 909 in Namibia


Antje Korinek-BlessingDie Aufnahmen für unseren Namibia-Film drehte ich mit der Panasonic HC-X 909. Lassen Sie mich vor diesem Hintergrund vorab die Frage stellen: Ist dieser Camcorder eine professionelle Kamera? Sicher kann man dies mit einem klaren Nein beantworten, wenn man Kriterien anlegt, die üblicherweise an solche Ausrüstung gestellt werden. Fragt man jedoch, ob man mit der Panasonic HC-X 909 professionell arbeiten kann, kann man dies mit wenigen Ausnahmen mit einem Ja beantworten. Fragen wir uns: Was heißt denn professionelles Arbeiten? Für mich heißt das: Unter gegebenen Umständen mit der angepassten Ausrüstung das bestmögliche Resultat erzielen — und so gesehen war die Wahl dieser Kamera zur Herstellung dieses Films absolut überzeugend!

 Dies will ich im Folgenden kurz begründen:

  • Das lichtstarke und sehr scharfe Leica-Objektiv mit f/1,5 bei Offenblende und einer Brennweite von 29-368 mm genügt in den meisten Fällen den Ansprüchen für Reisefilme. Lediglich bei einigen wenigen Tieraufnahmen hätte ich mir ein längeres Tele gewünscht. Ich versuchte den Mangel mit dem   „Intelligenten Zoom“ auszugleichen. Entgegen der Auffassung mancher Tester konnte mich diese Spezialform eines digitalen Zooms, bei dem die nicht benötigten Randzonen des Sensors benützt werden,  nicht überzeugen. Die Aufnahmen waren doch relativ unscharf und können nur durch extremes Nachschärfen verwendet werden.Panasonic-3
  • Interessant war hingegen die hohe Lichtstärke, die in Verbindung mit maximaler Telestellung und einem ND8-Graufilter doch ein gewisses Bokeh durch Unschärfe im Hintergrund erzeugen konnte. Ich hatte abgesehen von Aufnahmen in der Dämmerung stets diesen Filter auf der Kamera.Panasonic-1
  • Absolut überzeugend war hingegen das Bildstabilisierungssystem Hybrid OIS+ mit seiner kombinierten optischen und die elektronische Stabilisierung. Damit korrigiert es ungewollte Bewegungen auf fünf Achsen. Gerade bei Reisefilmen, wenn es darauf ankommt, rasch aufnahmebereit zu sein und vielleicht die Situation der Reisegruppe die Verwendung von Stativen oder anderen Hilfsmitteln nicht zulässt, war der Bildstabilisator immer verlässlich. So sind nahezu alle Aufnahmen des Films aus der Hand und nur ggf. mit Aufstützen entstanden.
  • Der bekannte kühle Bildcharakter der Panasonic HC-X 909 mit seiner leichten Überbetonung des Grünanteils gefiel mir speziell bei den „Colours of Africa“ nicht so sehr. Dies konnte ich jedoch leicht durch die Möglichkeiten meiner Bildbearbeitungssoftware Magix Video Pro X5 ausgleichen. Ich habe einfach für den ganzen Film den Farbcharakter etwas in Richtung rot verschoben und gleichzeitig den Kontrast ein wenig angehoben. Wie so oft bei der Bearbeitung ist auch hier wenig oft mehr.
  • Als sehr wichtig stellte sich heraus, dass ich in Namibia im Gegensatz zu früheren Projekten, nur im manuellen Modus aufgenommen habe. Weißlichtabgleich, Belichtung und Blende sind so an das Motiv perfekt anzupassen.
  • Alle Aufnahmen wurden im 50p-Format aufgenommen. Dies ermöglichte bei Bedarf in der Nachbearbeitung sehr leicht eine 2fache Zeitlupe.
  • Das wichtigste Kriterium für die Wahl der Panasonic HC-X 909 war jedoch ihre Kompaktheit und das geringe Gewicht. So ging die gesamte Ausrüstung in die kleine, unauffällige khakifarbene Kalahari Molopo K-41i Canvas. Ich hatte 4 Reserve-Akkus dabei, ein externes Ladegerät, Polfilter, ND8-Graufilter und das kleine Reisestativ Pronto von Cullmann (brauchbar, wenn kein Wind geht).Panasonic-2

 Überzeugen Sie sich nun selbst – viel Vergnügen beim Film!
http://vimeo.com/86042810

Namibia

Kamera………………………………….. Panasonic HC-X909 (1080/50p)

Software ………………………………… Magix Video Pro X5

Location…………………………………. Namibia

Musik: …………………………………… Highland Musikarchiv