Symphony In Blue

In einer Zeit, in der Populismus, Protektionismus und Nationalismus immer mehr um sich greifen, gilt es umso mehr, Menschen mit unserer Demokratie, unserem Rechtsstaat und Europa zu verbinden.

Das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments in Brüssel. Ein überarbeitete Version meines Videos von 2014.

Musik von Dag Reinbott

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In a time when populism, protectionism and nationalism are becoming increasingly prevalent, it is more necessary to connect people with our democracy, our constitutional state and Europe.

The European Parliament’s Visitor Center in Brussels. A new edited remake of my video from 2014.

 

Music by Dag Reinbott

„Freiwillig dienen“ – eine Doku

Ein Blick hinter die Kulissen der Bundeswehr:

Eine Reportage. Kein Werbeprojekt mit Millionenbudget, sondern eine unabhängige Doku. Es ist ein Film über drei junge Menschen, die sich freiwillig für den Dienst in der Bundeswehr entschieden haben. Was bewegt diese Frauen und Männer, den Drill und die Entbehrungen im Leben als Soldat auf sich zu nehmen? Mein Bericht versucht, darauf Antworten zu finden.

Der  Film wurde am 27.6.2015/28.6.2015 vom Sender DRF1 – Deutsches Regional Fernsehen gesendet.

Herzlichen Dank an die Mitwirkenden und an das Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe, das den Film genehmigt hat.

Zum Film: Der Titel der Reportage : „Freiwillig dienen. Vom Turnschuh zum Kampfstiefel“. Erstsendung: 27.6.2015.

Für Rebecca M., Konstantin M. und Christian H. ist der 1.4.2015 ein ganz besonderer Tag. Sie haben sich nach langer Auseinandersetzung mit der Thematik des Dienstes mit der Waffe entschlossen, in die Bundeswehr einzutreten. Damit beginnt nicht nur wie bei anderen Berufsanfängern in zivilen Berufen eine Ausbildung, sondern sie begeben sich in eine andere Welt. Der Alltag in einer militärischen Organisation ist in weiten Bereichen von Regeln und Ordnungen bestimmt, die sich sehr von denen im bisherigen Zivilleben unterscheiden: Disziplin, der Begriff des „Dienstes“ für Ideen und Werte, das Zusammenleben mit fremden Menschen, die man „Kameraden“ nennt, auf engem Raum, die Unterordnung in eine durch Befehl und Gehorsam geprägte Hierarchie.

Einige Szenenfotos: 01 02 03 04 05 06 07
Der Film zeigt einen Blick hinter die Kulissen militärischen Lebens in der Grundausbildung junger freiwillig dienender Rekruten.  Absicht der Reportage ist es, über den Kontrast zwischen “Zivil” und “in Uniform” einen roten Faden herzustellen.
Tobias Brenner, Medienwissenschaftler, meint:
„Hier liegt im Übrigen für MICH das Faszinierende: Wie oben schon erwähnt, gibt es zwar Szenen, in denen Disziplin herrscht, die Rekruten still stehen und anfangen zu marschieren. Aber es ist schon bemerkenswert, dass für mich alles insgesamt sehr familiär, menschlich, alltäglich (einschließlich des Unterrichts) und für die Rekruten TROTZDEM (oder gerade deswegen?) sinnstiftend und Halt gebend wirkt. Der Blick hinter die Kulissen wirkt auf mich wirklich interessant und aufschlussreich: Die Beteiligten wirken trotz der Disziplin wie Menschen mit Ecken und Kanten und eben nicht wie gleichgeschaltete Roboter (außer eben in den “Stillgestanden”-Szenen, was aber in der Natur der Sache liegt). Es entsteht gleich der Eindruck, dass die Ausbildung den jungen Rekruten irgendetwas zu geben scheint: Was das genau ist, wird zwar noch nicht deutlich, erscheint mir zu diesem Zeitpunkt allerdings auch noch nicht wichtig zu sein – das Entscheidende ist, dass es im Film ständig in der Luft liegt und für mich als Zuschauer spürbar wird. .“
Wichtige Stilmittel sind filmische Verknüpfungen (Großaufnahme der Turnschuhe/Sneakers zu Beginn – Kampfstiefel in der Fortsetzung; Hand auf dem Rücken in Zivilkleidung wird zu Hand auf dem Rücken mit Uniform/Handschuh).
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Recherche und filmische Umsetzung
Hauptelement der Recherche war meine Teilnahme an einer 14tägigen OLt-Korinekdienstlichen Veranstaltung der Bundeswehr für zivile Führungskräfte – die 99. InfoDVaGLW im Oktober 2014. Die Teilnehmer durchliefen dabei eine verkürzte Grundausbildung mit Formaldienst, Ausbildung an der Waffe, dem Gelöbnis und der Beförderung zum Oberleutnant d. R. Viele der grundlegenden Erfahrungen beim Übergang vom Zivilleben in die militärische Struktur konnte ich dabei selbst machen (hier der Link zum Bericht über diese Veranstaltung).
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Der Film ist die Abschlussarbeit meiner Ausbildung beim Deutschen Journalistenkolleg Berlin unter der Betreuung von Daniel Moj. Aufgenommen wurde die Handlung mit einer Reportagekamera (Canon XF 100), meist als Handkamera. Der Ton wird als Atmo mit dem Kameramikro und in den Sprachanteilen mit Richtmikrofon bzw. Lavalier- oder Handmikro, ggf. über eine Funkstrecke, aufgenommen. Länge der Reportage ca. 15 Minuten.

Wenn die Schule ein Flugzeug wäre…

Zieldifferentes Arbeiten in den Klassenzimmern, Aufhebung der Verbindlichkeit von schulischen Empfehlungen für die weitere Schullaufbahn, inklusive Förderung von Schülern in Regelschulen aufgrund vom Elternwillen. Diese und noch andere bildungspolitische Vorgaben prägen das Leben in deutschen Schulen seit einigen Jahren. Selten wird danach gefragt, welchen Sinn diese Entscheidungen für die Förderung der betroffenen Schüler haben. Den Autor reizten diese Entwicklungen zu folgender Glosse frei nach Bertolt Brechts Vergleich von Haifischen und Menschen:

 von Walter Korinek

Wenn die Schule ein Flugzeug wäre, dann wäre endlich alles gut! Wenn die Schule ein Flugzeug wäre, dann wäre das Kultusministerium das Management. Der Slogan des Vorstands wäre dann: „Wir können alles, was Sie als Passagier von uns verlangen“. Egal ob dem Einen vor allem ein gutes Essen und erlesene Weine wichtig sind, der anderen ein ruhiger Schlaf, dem nächsten die Erreichung der unterschiedlichsten Ziele dieser Welt, wieder einer anderen eine perfekte medizinische Versorgung – das Management böte allen an, jeden Wunsch zu erfüllen ohne Ansehen der Person.

Wenn die Kultusverwaltung die Geschäftsleitung einer Fluggesellschaft wäre, verspräche sie allen alles und verbreitete den Slogan „Mit uns können Sie alles erreichen, was Sie wollen.“ Der Vorsitzende der Airline selbst und seine Kollegen im Vorstand wären natürlich keine Piloten, hätten in der Regel auch keinerlei fliegerische Erfahrungen. Sie verstünden sich aber selbst als absolut kundenorientiert. Unternehmensberater der unterschiedlichsten Beratungsfirmen wären auf allen Ebenen tätig. Fortbildungen für das fliegende Personal würden zunehmend von externen Beratungsfirmen zur Steigerung der diversen Ziele der Gesellschaft angeboten. Die Verwaltungsebene der Gesellschaft wüchse im Verhältnis zum fliegenden Personal, die administrative Ebene gewänne auch enorm an Wichtigkeit, da alle diese Aufgaben organisiert werden müssen. Strukturfragen der Airline stünden im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Wenn die Schule ein Flugzeug wäre, dann könnten als Ergebnis dieser Strukturreformen endlich Passagiere mit den unterschiedlichsten Reisezielen in ein und dasselbe Flugzeug einsteigen – und alles ganz ohne Bordkarte. Sie hätten natürlich die unterschiedlichsten Wunschträume hinsichtlich dessen, was dort angeboten wird – aber alles mit der selbstverständlichen Erwartung, dass diese Anliegen von der Besatzung schnellstmöglich, effektiv und effizient umgesetzt werden.

Die Piloten und die Besatzung eines solchen Flugzeugs wüssten zwar manchmal nicht, wie sie mit diesen unterschiedlichen Erwartungen zurechtkommen sollten. Möglicherweise wären sie vielleicht – nicht immer, manchmal, hier und da – ein wenig desorientiert. Als Gegenmaßnahme böte die Geschäftsleitung die Botschaft an, dass die neue Geschäftspolitik den längst fälligen Paradigmenwechsel abbilden würde, den die Kunden alle erwartet hätten. Gemäß dieser Vision sei es die Mission der Airline, endlich dieses „All-Inclusive- Angebot“ anbieten zu können. Mit einigen Fortbildungen der Besatzungen würde man alles in den Griff bekommen und nun endlich kundenorientiert und voll inklusiv arbeiten. Wenn die Schulen Flugzeuge wären, dann würden allerdings die Maschinen nach kurzer Zeit alle nur noch auf dem Boden bleiben. Die Crews wären vollständig damit beschäftigt, die unterschiedlichen Wünsche der Passagiere zieldifferent zu planen, sich in vielen Fortbildungen von Unternehmensberatern schulen zu lassen und über die verschiedenen Arten zu diskutieren, wie, wohin, mit welchen Ressourcen, warum und wozu das Flugzeug fliegen solle.

Ja, wenn die Schule ein Flugzeug wäre… .

Wenn Du ein Schiff bauen willst, … lehre die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer – und vermittle Bildung.

Ein Kommentar über den Gebrauch von Metaphern bei Bildungsreformen.

 von Walter Korinek

„Wenn Du ein Schiff bauen willst,so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer!“ Der bekannte Satz von Antoine de Saint-Exupery ziert Unmengen pädagogischer Literatur unserer Zeit. Allerdings würde sich der Verfasser vermutlich im raschen Tempo rotierend im Grab drehen, wüsste er, in welchen Zusammenhängen die Aussage heute verfälscht wird.

Sehnsucht allein ist kein Allheilmittel

Oft wird Saint-Exupery heutzutage als Kronzeuge dafür missbraucht, dass es keinerlei Bildung, Fähigkeiten oder Fertigkeiten mehr bedürfe, um ein Werk schaffen zu können. Die Sehnsucht nach etwas würde schon ausreichen, um es auch realisieren zu können. Aber reicht das wirklich aus?

Saint-Exupery wollte mit seinem bekannten Satz aufzeigen, wie wichtig das Wollen ist, um in die Tat kommen zu können. In der heute gebräuchlichen Verballhornung des Zitats dagegen zeigt sich das Dilemma der Bildungslandschaft der letzten Jahre seit den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Damals wurde die Grundlegung zu der Meinung gelegt, dass jeder alles lernen könne, wenn er nur wolle und die Lehrer gut genug sind, es dem Lernenden gut beizubringen. Stellt man heute versuchsweise bei Google die Frage, ob jeder alles lernen könne, bekommt man fast nur noch zustimmende Aussagen. Die Tatsachen sprechen leider eine andere Sprache. Gibt es nicht genügend Menschen, die trotz erheblicher Bildungsbemühungen der Schulen extrem wenig Wissen haben, aber dafür umso mehr Meinung. Und gerade die schreien zur Zeit sehr laut: „Wir sind das Volk!“ Ob Ignoranz ein Produkt mangelnder Begabung ist, kann man bezweifeln, aber noch zweifelhafter scheint der grenzenlose Optimismus vieler Bildungsreformer.

Soviel Welt als möglich in die eigene Person zu verwandeln

Diese Aussage von Wilhelm von Humboldt fasst den Begriff der Bildung, wie er seit mehr als 200 Jahren als Grundlage allen schulischen Bemühungen galt. Parallel mit der Abschaffung der Begabung verschwand allerdings auch der Begriff der Bildung aus der pädagogischen Landschaft. Ging man bisher davon aus, dass ein Mensch über einen Grundbestand an Wissen und Kenntnissen verfügen muss, um als mehr oder weniger gebildet zu gelten, geht es heute nur noch um Kompetenzen. Beim Bildungsbegriff geht man davon aus, dass der Mensch in der Lage sein soll, sich ein „Bild“ von der Welt, von einer Sachlage machen zu können, um dann ggf. aufgrund dieses Urteils angemessen handeln zu können. Der Kompetenzbegriff verengt das Lernen auf die Bewältigung konkreter, praktischer Aufgaben. Eigenständige Beurteilung ist nicht mehr gefragt – und damit kommt es natürlich letztlich auch zu einer Nivellierung des Denkens an sich. Es geht nicht mehr darum, möglichst komplexe Niveaustufen denkerischen Handelns zu vermitteln, sondern nur noch darum, die Kompetenz zu haben, ein konkretes Problem – letztlich unabhängig von der geistigen Durchdringung – zu lösen.

Gleichzeitig wurde eine Verlagerung der Verantwortung für das Lernen vom Lernenden auf den Lehrenden vorgenommen. Seit etwa 30 Jahren ist nicht mehr der Schüler verantwortlich, ob er etwas gelernt hat, sondern versagt hat im Zweifelsfall der Lehrer oder die Schule oder das Schulsystem.

Leistung  ist der Quotient aus verrichteter Arbeit und der dazu benötigten Zeit. 

Diese physikalische Definition von Leistung entspricht im Wesentlichen auch dem üblichen Verständnis von Leistung – aber nicht mehr dem in der modernen Pädagogik. Hier geht es vornehmlich um ein mehr oder weniger kreatives Wollen mit relativ undefinierbaren Ergebnissen. Oft ist die rhetorisch gekonnte Präsentation des Wenigen wichtiger als die Substanz. Wenn sich Schüler heute – wie in der baden-württembergischen Gemeinschaftsschule – in Lernateliers nach ihrem eigenen Zeitplan mit Inhalten in unterschiedlichen Niveaustufen gemäß ihrer eigenen Selbsteinschätzung selbstorganisiert beschäftigen, ist von Leistung im herkömmlichen Sinn nicht mehr die Rede. Letztlich wird durch die Negation des Begabungs- und des Bildungsbegriffs auch das Leistungsprinzip überflüssig.

Damit wird allerdings das grundlegende Prinzip einer demokratisch-rechtsstaatlichen Bürgergesellschaft eliminiert. Leistung soll nach unserer Verfassung die Grundlage gesellschaftlichen Erfolgs sein und nicht Herkunft, Einfluss, Geschlecht oder die Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen. Heute allerdings scheinen gerade diese Faktoren zu Lasten des Leistungsprinzips immer mehr an Einfluss zu gewinnen. Nicht selten spielt ja auch die rhetorische Begabung die entscheidende Rolle für Erfolg. So genannte Soft-Skills, also emotionale Faktoren, sind auf dem Vormarsch – zumindest im Schulbereich.

Sehnsucht und Bildung sind nötig

Für die Befürworter der  oben skizzierten pädagogischen Entwicklungen ist ein differenziertes Schulsystem überflüssig, ja schädlich. Es beruht ja letzten Endes auf dem humboldtschen Bildungsideal und dem Leistungsprinzip. Wenn es darum nicht mehr geht, ist das Konzept der Einheitsschule und der damit verbundene Paradigmenwechsel der Pädagogik nur folgerichtig. Die neue Schulart wirbt mit Versprechen nach leichter Erreichbarkeit von hohen Bildungsabschlüssen um Schüler und Eltern, ohne dass ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt worden wäre. Das Schlagwort des „individuellen Lernens“ gaukelt vor, dass die Erreichbarkeit von schulischen Qualifikationen möglich ist, indem Schüler nach ihren Neigungen und in ihrem individuellen Lerntempo selbstorganisiert  mit Unterstützung von Lernbegleitern lernen. Die Schule wird mehr und mehr von der Bildungseinrichtung zum Instrument des „Social Engineering“, mit dem ideologische Sichtweisen gesellschaftlich durchgesetzt werden.

Man muss sich  allerdings fragen, ob es zielführend ist, zugunsten eines Experiments mit fraglicher Begründung die fundierten und bewährten Grundlagen des Bildungswesens ohne Not aufzugeben. Vielleicht gibt es zu denken, dass die US-amerikanischen Eliteuniversitäten sich am humboldtschen Bildungsideal ausrichten. Man kann mit Fug und Recht bezweifeln, dass die Medizin nach der in der deutschen Bildungspolitik zurzeit gegriffen wird, ein probates Mittel für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft darstellt. Es ist zweifellos richtig, dass die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer der Bildung die Grundlage des Lernens darstellt. Ebenso richtig ist allerdings auch, dass dies allein keine Basis für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft darstellt. Geboten ist neben guten Vorsätzen auch die Vermittlung von Bildung als Fundament eines mündigen Bürgers mitsamt einer leistungsorientierten Unterrichtsmethodik.

Sind Mauern oder Windmühlen angebracht?

Kehren wir zum Schluss noch einmal in die blumige Welt der Bilder zurück, die von den Bildungsreformern so gerne benutzt wird: Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. Wer weiß, vielleicht haben die doch Recht, die sich mit Mauern vor allzu heftigen Stürmen schützen, vielleicht entpuppt sich aber auch der Wind des Wandels als laues Lüftchen, das mehr Bewegung verspricht, als es halten kann.

Krimi aus dem Gesamtschulmilieu – ein doppeltes Lesevergnügen

Rezension

von Walter Korinek


Bernd Franzinger

Schultheater

Ein Fall für Tannenberg. Kriminalroman

GMEINER , 2014
Kartoniert/Broschiert
Gmeiner Original
2014. 310 S.
ISBN/EAN: 9783839215937

schultheaterDer neueste Band von Bernd Franzinger ist ein Lesevergnügen der zweifachen Art. Das Kriminalistenteam um den knorrigen Hauptkommissar Tannenberg aus Kaiserslautern entlarvt nicht nur kriminelle Machenschaften, sondern zugleich auch die hohlen Phrasen, das leere Wortgeklingel und die emotionalisierten Heilsversprechen pädagogischer Reformeiferer. Dabei wirft der Autor, der im Hauptberuf als promovierter Erziehungswissenschaftler ein intimer Kenner der Szene ist, in vielen Szenen in humoriger Weise ein erhellendes Schlaglicht auf scheinheilige Strukturen deutscher Bildungslandschaften. Aber wie gewohnt bleibt für den Liebhaber von Kriminalromanen mit Lokalkolorit die Spannung nicht auf der Strecke und so deckt Hauptkommissar Tannenberg in diesem Roman nebenbei überraschende Zusammenhänge und Verbindungen der Pädagogen und Bildungspolitiker in seiner fiktiven Schullandschaft zur jüngsten deutschen Vergangenheit auf.

Das neueste Buch von Bernd Franzinger fordert von seinen Leserinnen und Lesern aus dem „progressiven“ Bildungsmilieu Toleranz und augenzwinkernde Selbstkritik. Wer sich darauf einlässt, erhält Stunden humorvollen und spannenden Lesevergnügens. Sehr empfehlenswert!

Hilfsprojekt „Little Bugs“

Wir reisen gerne.  Wir dokumentieren unsere Erlebnisse und Erfahrungen in Fotos und Filmen. Allerdings wäre es unredlich, allein bei den Naturschönheiten und den freundlichen Menschen, die wir kennenlernen durften, stehen zu bleiben: In vielen Ländern liegen bittere Armut und riesiger Reichtum immer noch ganz dicht beieinander. Dies bewusst wahrzunehmen, gehört für uns auch zu einem Aufenthalt in einem fremden Land. Vom Wahrnehmen allein wird allerdings noch nichts besser. Wir wollen deshalb unseren kleinen Teil dazu beitragen, Situationen zu verbessern. Deshalb unterstützen wir  Projekte vor Ort, bei denen wir die Empfänger bzw. Kontaktpersonen persönlich kennen. kobl-media

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Wir versprechen Ihnen, dass wir 100% Ihrer Spende direkt weiterleiten. Außerdem spenden wir von jeder bestellten  DVD in unserem Shop 10% an unser Hilfsprojekt.

Kurzes Video über eine Heissluftballonfahrt über der Namibwüste. Am Ende gibt unser Pilot John de Almeida einige Informationen über ein Schulprojekt in Sossusvlei. Die Erklärung ist leider nur auf englisch aufgenommen worden. John berichtet hier über eine Schule für 14 Kinder, die dort 170 km entfernt von der nächsten größeren Schule entstand, und nun in Selbsthilfe ausgebaut werden soll.