Mit der Panasonic HC-X 909 in Namibia

Antje Korinek-BlessingDie Aufnahmen für unseren Namibia-Film drehte ich mit der Panasonic HC-X 909. Lassen Sie mich vor diesem Hintergrund vorab die Frage stellen: Ist dieser Camcorder eine professionelle Kamera? Sicher kann man dies mit einem klaren Nein beantworten, wenn man Kriterien anlegt, die üblicherweise an solche Ausrüstung gestellt werden. Fragt man jedoch, ob man mit der Panasonic HC-X 909 professionell arbeiten kann, kann man dies mit wenigen Ausnahmen mit einem Ja beantworten. Fragen wir uns: Was heißt denn professionelles Arbeiten? Für mich heißt das: Unter gegebenen Umständen mit der angepassten Ausrüstung das bestmögliche Resultat erzielen — und so gesehen war die Wahl dieser Kamera zur Herstellung dieses Films absolut überzeugend!

 Dies will ich im Folgenden kurz begründen:

  • Das lichtstarke und sehr scharfe Leica-Objektiv mit f/1,5 bei Offenblende und einer Brennweite von 29-368 mm genügt in den meisten Fällen den Ansprüchen für Reisefilme. Lediglich bei einigen wenigen Tieraufnahmen hätte ich mir ein längeres Tele gewünscht. Ich versuchte den Mangel mit dem   „Intelligenten Zoom“ auszugleichen. Entgegen der Auffassung mancher Tester konnte mich diese Spezialform eines digitalen Zooms, bei dem die
  • Panasonic-3nicht benötigten Randzonen des Sensors benützt werden,  nicht überzeugen. Die Aufnahmen waren doch relativ unscharf und können nur durch extremes Nachschärfen verwendet werden.
  • Interessant war hingegen die hohe Lichtstärke, die in Verbindung mit maximaler Telestellung und einem ND8-Graufilter doch ein gewisses Bokeh durch Unschärfe im Hintergrund erzeugen konnte. Ich hatte abgesehen von Aufnahmen in der Dämmerung stets diesen Filter auf der Kamera.
  • Absolut überzeugend war hingegen das
  • Panasonic-1Bildstabilisierungssystem Hybrid OIS+ mit seiner kombinierten optischen und die elektronische Stabilisierung. Damit korrigiert es ungewollte Bewegungen auf fünf Achsen. Gerade bei Reisefilmen, wenn es darauf ankommt, rasch aufnahmebereit zu sein und vielleicht die Situation der Reisegruppe die Verwendung von Stativen oder anderen Hilfsmitteln nicht zulässt, war der Bildstabilisator immer verlässlich. So sind nahezu alle Aufnahmen des Films aus der Hand und nur ggf. mit Aufstützen entstanden.
  • Der bekannte kühle Bildcharakter der Panasonic HC-X 909 mit seiner leichten Überbetonung des Grünanteils gefiel mir speziell bei den „Colours of Africa“ nicht so sehr. Dies konnte ich jedoch leicht durch die Möglichkeiten meiner Bildbearbeitungssoftware Magix Video Pro X5 ausgleichen. Ich habe einfach für den ganzen Film den Farbcharakter etwas in Richtung rot verschoben und gleichzeitig den Kontrast ein wenig angehoben. Wie so oft bei der Bearbeitung ist auch hier wenig oft mehr.
  • Als sehr wichtig stellte sich heraus, dass ich in Namibia im Gegensatz zu früheren Projekten, nur im manuellen Modus aufgenommen habe. Weißlichtabgleich, Belichtung und Blende sind so an das Motiv perfekt anzupassen.
  • Alle Aufnahmen wurden im 50p-Format aufgenommen. Dies ermöglichte bei Bedarf in der Nachbearbeitung sehr leicht eine 2fache Zeitlupe.
  • Das wichtigste Kriterium für die Wahl der Panasonic HC-X 909 warPanasonic-2 jedoch ihre Kompaktheit und das geringe Gewicht. So ging die gesamte Ausrüstung in die kleine, unauffällige khakifarbene Kalahari Molopo K-41i Canvas. Ich hatte 4 Reserve-Akkus dabei, ein externes Ladegerät, Polfilter, ND8-Graufilter und das kleine Reisestativ Pronto von Cullmann (brauchbar, wenn kein Wind geht).

 Überzeugen Sie sich nun selbst – viel Vergnügen beim Film!
http://vimeo.com/86042810

Kamera………………………………….. Panasonic HC-X909 (1080/50p)

Software ………………………………… Magix Video Pro X5

Location…………………………………. Namibia

Musik: …………………………………… Highland Musikarchiv

Vollformat-Kompakt-Kamera von Olympus

von Walter Korinek

Testbilder von der neuen Kompaktkamera im Vollformat von Olympus? Nein, bis jetzt gibt es die nicht – aber in den 70er Jahren gab es die XA mit einem ausgezeichneten, lichtstarken 2,8/35mm Festobjektiv, Zeitautomatik, Messsucher wie die Leica M, Empfindlichkeitsbereich von 25-800 ISO und das ganze in einer Größe, die bequem in jede Jackentasche passt.  Allerdings ist dieses Wunderwerk nicht digital, sondern verwendet Filme aller Fabrikate und Empfindlichkeiten in SW oder Farbe.  Mehr Informationen hier:  http://en.wikipedia.org/wiki/Olympus_XA oder hier http://www.erikfiss.com/foto/cams/xa/

Hier einige herbstliche Fotos aus Rom mit meinem analogen Schätzchen aufgenommen auf Kodak Portra 400 NC – Viel Spaß beim Anschauen:

Mehr: http://www.walterkorinek.de

Stuttgart – herbe Schönheit

Stuttgart bietet mehr als den Streit um den neuen Tiefbahnhof Stuttgart 21 oder einen grünen Oberbürgermeister. Diese monochromen, analog aufgenommenen Bilder präsentieren die Landeshauptstadt Baden-Württembergs in ihrer herben Schönheit abseits der austauschbaren Ladenstraßen.

Notre-Dame-du-Haut de Ronchamp

ist für Architekturliebhaber und Fotoliebehaber gleichermaßen interessant: Das Gebäude von Le Corbusier ist natürlich schon ungeheuer eindrucksvoll und wurde von René Burri in seinen bekannten Fotos während der Bauzeit kongenial festgehalten (http://www.fo…rm.de/w3.php?nodeId=108&lang=1&newsId%5B2204%5D=1035)

Die Kapelle Notre Dame du Haut von Ronchamp (frz. Chapelle Notre-Dame-du-Haut de Ronchamp, dt. Unsere Liebe Frau von der Höhe) ist eine der Jungfrau Maria geweihte katholische Wallfahrtskirche in der französischen Gemeinde Ronchamp bei Belfort. Der 1950 bis 1955 nach Plänen des französisch-schweizerischen Architekten Le Corbusier errichtete Kirchenbau zählt zu den berühmtesten seiner Art in der Moderne. Er gilt aufgrund seiner zahlreichen visuellen Metaphern, des Reichtums seiner Raumgliederung sowie seines Vorbildcharakters als Ikone der Architektur.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Notre-Dame-du-Haut_de_Ronchamp)

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Alle Fotos wurden mit der EOS 10D + meinem alten Sigma 1.8/28mm-Objektiv, das an der DSLR nur mit Offenblende funktioniert, aufgenommen.

Der Schiffsfriedhof von Camaret sur Mer

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Camaret-sur-Mer (bretonisch Kameled) ist eine französische Gemeinde und ein Fischereihafen ganz im Westen der Bretagne im Département Finistére  mit 2614 Einwohnern. Uns faszinierten die Wracks der Fischkutter, die von hier aus bis vor 20 Jahren in die Fischereigründe vor Afrika und um Madagaskar ausliefen. Als diese Fanggründe überfischt waren und sich die Reise nicht mehr lohnte, wurden die Schiffe aufs Trockene gezogen und der Schiffsfriedhof im Hafen entstand.

Walterichskapelle

Walterichskapelle 9, ursprünglich hochgeladen von Walter Korinek

Die Walterichskapelle in Murrhardt ist ein Kleinod der Spätromanik in Baden-Württemberg. Das Bauwerk wurde zur Stauferzeit von Kaiser Friedrich II. gestiftet und um 1225 gebaut. Außen wurde sie 1971 fachgerecht restauriert, das Innere dagegen ist weitgehend im Originalzustand erhalten…. Wie gesagt: ein Schmuckstück für alle Kunstinteressierten!
Im Tympanon ist eine Christusstatue als Pantokrator (Weltenrichter). Die Wächter des Portals sind kleine Teufel, welche die Aufgabe haben, alle Menschen mit einem schwarzen Fleck auf der Seele vom Betreten der Kapelle abzuhalten. Spannend finde ich, dass in der Zeit der Romanik die Polarität von Gut und Böse auf diese Weise überwunden wurde – die Teufel stehen bei aller Bosheit letztlich im guten, göttlichen Zusammenhang.
Der Atem des Löwen symbolisiert hier in der romanischen Walterichskapelle in Murrhardt den göttlichen Odem, der die ganze Welt umspannt. Das Band der Ornamente kommt aus dem Löwenmaul und wird um das Fenster bzw. um das Innere der Kapelle herumgeführt. Die Kapelle als Ganzes steht für den Körper des Löwen.

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EOS 20 D

Kleine Analogelei im Kloster Maulbronn

Endlich hatte ich wieder mal Zeit und Muße, um richtig analog zu fotografieren. Wir besuchten im Zuge unseres Kultursommers zuhause das Kloster Maulbronn. Dieses Kloster gilt als die größte erhaltene Klosteranlage aus der Zeit der Romanik bzw. Gotik nördlich der Alpen. Mit dabei war diesmal die gute alte XD 5, die ich mir Anfang der 70er-Jahre als High-Tech-Gerät kaufte.

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Diese  Bilder rauschen nicht – sie haben noch echtes Korn: KB analog mit Minolta XD 5 + MD 3,5/35-70mm auf Kodak 400 Tri-X entwickelt in AM74. Ich war überrascht, wie feinkörnig der Film letztlich herauskam.

Romanik im Schwarzwald

Impressionen einer Spurensuche.

Wie schon häufig, waren Antje und ich wieder mal auf einer kulturell inspirierten Tour unterwegs. Diesmal war ausgehend von Hirsau – dem ältesten und zur damaligen Zeit größten Kloster im deutschsprachigen Gebiet – der mittlere Schwarzwald unser Ziel. Wir suchten nach Spuren alter Benediktiner- und Zisterzienserklöster, die sich kunstgeschichtlich unter romanischer Kunst zusammenfassen lassen. Nachdem Hirsau aber in der Reformation und den nachfolgenden Jahren nahezu völlig zerstört wurde,

Ruine des Jagdschlosses im Bereich des Klosters Hirschau; 1692 zerstört

 wurden wir im Kloster Alpirsbach – heute vielen durch das Alpirsbacher Klosterbräu bekannt – fündig.

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Wie schon manchmal war die kleine LX3 meine fotografische Begleiterin. Die durch den kleinen Sensor bedingte große Schärfentiefe der Bilder versuche ich gestalterisch durch eine Nachbearbeitung in PS  nachzubessern (Puristen mögen die Nase rümpfen, mir kommt es mehr auf das Ergebnis an).

Eine kleine Auswahl der Eindrücke dort gibt die Diaschau wieder.

Kleinstadtimpressionen

Obwohl das Wetter nicht gerade dazu einlud, machte ich mich in dieser Woche gegen Abend auf den Weg, um in der historischen Altstadt von Nürtingen einige fotografische Impressionen zu sammeln. Dabei musste ich natürlich auch meine Neuerwerbung ausprobieren: Das Porst 2,8/100mm – ein ca 30 Jahre altes Objektiv, das ich für sehr wenig Geld bei einem Fotohändler erwerben konnte.

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