Film & Schule

Wir befinden uns in einer Revolution. Nein, ich meine nicht die politischen Entscheidungen in Berlin, Paris, Washington, Peking oder Moskau. Die Umwälzung bezieht sich auf die Art und Weise, wie wir kommunizieren.

Seit um 1450 von Johann Gutenberg der Butastaturchdruck erfunden wurde und die Schriftkultur Einzug in das Alltagsleben fand, gab es keine andere technische Erfindung, die unser aller Leben so sehr veränderte. Die Rede ist von den sogenannten „Neuen Medien“, PC, Notebook, Tablet und Smartphone. Seit diese Medien flächendeckend verbreitet sind, hat sich unser Kommunikationsverhalten tiefgreifend verwandelt.

BLOGS, MESSAGING STATT FERNSEHEN

Waren früher Journalisten diejenigen, welche Informationen recherchierten, redigierten sendenund verbreiteten, ist dies heute Allgemeingut geworden.Meldungen und Meinungen, Texte, Fotos und Videos überschwemmen in Massen weltweit die Smartphones. Das Bild nutzerder Wirklichkeit ist davon entscheidend geprägt – und je jünger die Rezipienten sind, desto stärker sind sie von dieser neuen Art der Informationsgewinnung geprägt. Nicht mehr die Nachrichtensendungen in Fernsehen, Rundfunk oder Zeitung beeinflussen insbesondere bei Jugendlichen die Realitätswahrnehmung. Es sind die schnellen Infos auf Twitter, YouTube oder WhatsApp, welche Weltwissen vermitteln und gleichzeitig aber auch unreflektiert die Meinungen, Auffassungen oder im schlimmsten Fall die manipulativen Absichten des jeweiligen Autors transportieren.

WAS HILFT?

generation-smphMaschinenstürmerei, Verteufeln der Neuen Medien ganz sicher nicht. Aus meiner Sicht hilft nur, dass Eltern, Lehrer und andere pädagogische Vermittler sich dieser Aufgabe stellen. Jugendliche müssen lernen, dass in Medien kein objektives Bild der Realität dargestellt wird. Jede Information ist durch die Brille des Informanden beeinflusst. Diese medienkritische Auseinandersetzung ist die zentrale pädagogische Aufgabe unserer Zeit.

Und was ist dazu besser geeignet als sich Body_Percussion-20konstruktiv und produktiv mit den neuen Medien auseinanderzusetzen!

Aus diesem Grund habe ich mich jahrelang gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern mit der Analyse und Produktion von Imagefilmen, Eventvideos und Dokumentationen in Theorie und Praxis befasst. Hier einige Beispiele:

Hier eine Doku über ein Projekt mit Schülern der Generation Smartphone: Schüler lernen Prinzipien von Werbung kennen und drehen mit dem Smartphone eigene Werbespots über ihre Schule.

Blogposts dazu:

Generation Smartphone

Die Urenkel von Gutenberg

Tutorial statt Klassenarbeit

Wenn Du ein Schiff bauen willst, … lehre die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer – und vermittle Bildung.

Schülerfilm: With a little help from my friends

In Klasse 10 der Aufwiesenschule Neckartenzlingen produzierten die Schüler im Fach „Wirtschaft und Informationstechnik“ einen Werbefilm über das Projekt „Schultechniker“. Bei den Aufnahmen verwendeten sie eine Sony NEX-VG 10 und eine QUMOX Actioncam SJ4000.
Die Story: Eine Gruppe von Schülern bereitet sich auf eine Präsentation vor. Beim letzten Check bemerken sie, dass sie kein Mikrofon haben. Das Mädchen schreibt eine SMS und bittet die Schultechniker um Hilfe. Kurze Zeit später ist einer von ihnen auf dem Weg …

Für diese Arbeit wurde Max Niebling stellvertretend für die ganze Projektgruppe von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann mit einem Landespreis der Werkrealschulen ausgezeichnet:

http://www.aws-neckartenzlingen.de/w/medien/

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