Filmdreh über Zukunftswerkstatt

Da ist er, mein neuer Kurzfilm: „Den Aufbruch wagen – die Zukunft gestalten“ – eine kurze Doku über die Zukunftswerkstatt der Gemeinde Neckartenzlingen am 23.6.2018 mit Bürgermeisterin Melanie Gollert, Frau Dr. Irmgard Ehlers und vielen Bürgerinnen und Bürgern des Ortes. Mehr Infos auf der Homepage der Gemeinde Neckartenzlingen:

https://www.neckartenzlingen.de

Es war unglaublich und es ging alles sehr schnell. Ich habe am Samstag von 9 Uhr bis 16 Uhr gedreht und auf wundersame Weise ging nichts wirklich  schief. Klar, die Gemeindehalle ist in manchen Räumen ziemlich dunkel, so dass ich meine Canon XF 100 schon bis aufs Äußerste ausreizen musste.

Nun habe ich knapp vierzig Stunden in der Postproduktion zugebracht – das Filmmaterial sichten, einen Rohschnitt herstellen und dann den Feinschnitt. Letztlich habe ich drei Versionen aus den 90 Minuten Rohmaterial geschnitten: Zuerst mal einen ganz kurzen „Gruß aus der Küche“ mit einigen netten Szenen als Vorgeschmack, final dann eine Kurzversion mit 5 Minuten und die lange Fassung über 12 Minuten.

Nun ist auch die Langversion fertig; die ich parallel dazu hier einstelle.

Musik: “A Brilliant Idea“ © Dag Reinbott | TerraSound.de

Einige Szenenfotos:

Siesta

mit unseren kleinen gefiederten Freunden im Garten:

Ein paar Aufnahmen mit der Canon XF 100; einfach so zum Spaß, ohne Absicht, ohne Story, nur mit ein paar Takten Klaviermusik aus dem Geräuschepool von FCPX.

with our feathered friends in the garden. A few shots with the Canon XF 100; just for fun, without intention, without story, only with a few bars of piano music from the sound pool of FCPX.

Autumn Garden – ein Vergleich von Systemkamera und Camcorder

Ein kleines Experiment mit einigen sehr verschiedenen Kameras: Sony NEX 7 mit 1,8 / 35 mm, Panasonic HC-X 909 und Canon XF 100. Mit FCP bearbeitet. Musik: „Flowers of Fall“ von Dee Yan Key (freemusicarchive.org)

Kann man auch mit Camcordern mit sehr kleinen Sensoren Aufnahmen mit geringer Schärfentiefe erzielen? Der X 909 hat lediglich einen 1/4-Zoll- Sensor, der des XF 100 ist mit 1/3 Zoll nicht viel größer – und doch gelingen Aufnahmen im so beliebten Filmlook. Die Anfangssequenzen des kleinen Films wurden beispielsweise mit dem Panasonic aufgenommen und zeigen in meiner Sichtweise ein recht ansprechendes Ergebnis, oder nicht? Der Trick dabei: Die Blende soweit wie möglich öffnen und das Objektiv auf die längste Brennweite einstellen. Dabei ist ein Stativ in aller Regel notwendig, um Verwackelungen vorzubeugen. Hier habe ich noch meinen kleinen selbstgebauten Slider eingesetzt. Ebenso ging ich bei den Sequenzen mit dem XF 100 vor; allerdings verwendete ich dabei auch noch die eingebaute Zeitlupe. Dies geht bei diesem Camcorder leider nur bei einer kleineren Bildgröße von 1280×720, die ich dann in Final Cut Pro bei der Ausgabe auf die volle HD-Auflösung von 1920 x 1080 hochskaliert habe. Obwohl ich anfänglich skeptisch war, überzeugte mich das Ergebnis. Auf jeden Fall ist der Ablauf der Szene weicher als wenn ich sie mit der Retimingfunktion von FCP nachträglich auf 50% verlangsame.

Der Hauptteil der Aufnahmen wurde mit der NEX 7 mit dem 1,8/35 mm-Objektiv aufgenommen. Trotz APS-C-Sensors der Kamera hatte ich die Blende fast ganz geöffnet und so gelingen Einstellungen mit einem sehr schönen Bokeh. Hier die Auflösung, welche Szene mit welcher Kamera aufgenommen wurde:

Bild 1 – 4: Canon XF 100

Bild 5 – 6: Panasonic HC-X 909

Bild 7-12: Sony NEX 7 mit 1.8/35 mm

Die Common-License-Musik „Flowers of Fall“ stammt von Dee Yan Key und ist von freemusicarchive.org

Viel Spaß beim Anschauen!

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Just a little experiment with some very different Cameras: Sony NEX 7 with 1.8/35 mm, Panasonic HC-X 909 and Canon XF 100. Edited with FCP

Is it possible to take pictures with a shallow depth of field even with camcorders with very small sensors? The X909 has only a 1/4 inch sensor, the sensor of the XF 100 is with 1/3 inch not much larger – and I’ve yet succeed recordings in the so popular movie look. The initial sequences of the small film were recorded, for example, with the Panasonic and show in my view a pretty appealing result, is’nt it? The trick: open the aperture as far as possible and set the lens to the longest focal length. A tripod is usually necessary to prevent shake. Here I have also used my little self-built slider. Likewise, I went with the sequences with the XF 100; however, I also used the built-in slow motion. Unfortunately, this is only possible with a smaller image size of 1280 × 720, which I then upscaled in Final Cut Pro at the output to the full HD resolution of 1920 x 1080. Although I was initially skeptical, the result convinced me. In any case, the process of the scene is more fluid than if I slow it down to 50% with the retiming function of FCP.
The main part of the recordings were taken with the NEX 7 with the 1.8 / 35 mm lens. Despite of the APS-C Sensor I had the aperture almost completely open and succeed so settings with a very nice bokeh. Which part of the video was taken with what camera? Please look to the photos above with scenes of the film:  Picture 1-4: Panasonic, picture 5+6 Canon, picture 7-12 Sony.

The common-license music „Flowers of Fall“ is by Dee Yan Key @ http://freemusicarchive.org

 

 

EUROPA: Gestern – Heute – Morgen

Anastasia, Christina und Anna, Mike, Costas und Tamer besuchen die 9. Klasse einer Werkrealschule in Baden-Württemberg. In den letzten Wochen befassten sie sich im Geschichtsunterricht intensiv mit dem Nationalsozialismus. Wir begleiten die Jugendlichen auf einer Studienfahrt ins benachbarte Frankreich. Dort begegnen sie einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.

1945 lag Europa zerstört am Boden. Nationalismus und ein verbrecherisches Regime in Deutschland führten dazu, dass im Laufe der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts viele Millionen Menschen durch Kriege, Holocaust und Terror den Tod fanden.

europa

Eine neue Zeit musste beginnen, die geprägt sein sollte durch Vertrauen und Kooperation. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn sich alle weiterhin an das erinnern, was zu den Katastrophen der beiden Weltkriege und der nationalsozialistischen Herrschaft geführt hatte. Deshalb unternahm die Schule eine Studienfahrt zum ehemaligen KZ Natzweiler-Struthof im Elsass.

Der Film befasst sich mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte – den Konzentrationslagern. Er dokumentiert einen Besuch von Schülern in der Gedenkstätte und ihre Auseinandersetzung mit diesem Thema. Das Video entstand in einem Kooperationsprojekt der Auwiesenschule Neckartenzlingen mit der Bundeswehr. Jugendoffizier Hauptmann Nötte verschaffte den Schülerinnen und Schülern durch die besonderen Kontakte der Bundeswehr zum französischen Verteidigungs­ministerium  eine deutschsprachigen Führung mit der Historikerin Marie Koehn.  Ihre fachwissenschaftlich und fachdidaktisch sehr versierte Führung durch die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof konnte bei den Schülerinnen und Schülern ein hohes Maß an Betroffenheit über die Geschehnisse während der Zeit der Nazi-Herrschaft erzeugen. Die bei der Führung verwendeten Medien und handlungsorientierte didaktische Vorgehensweise ermöglichten es den Jugendlichen sehr gut, eine Verbindung zwischen den historischen Geschehnissen und den Ausstellungsobjekten auf dem Gelände herzustellen und aktiv in die Auseinandersetzung mit der Thematik einzutreten.

Richard von Weizsäcker drückte die Problematik der Konfrontation mit diesem Abschnitt der deutschen Geschichte in seiner berühmten Rede vom 8. Mai 1985 anlässlich der Gedenkveranstaltung im Plenarsaal des Deutschen Bundestages zum 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa so aus:

„Wir alle, ob schuldig oder nicht, ob alt oder jung, müssen die Vergangenheit annehmen. Wir alle sind von ihren Folgen betroffen und für sie in Haftung genommen…

Es geht nicht darum, Vergangenheit zu bewältigen. Das kann man gar nicht. Sie läßt sich ja nicht nachträglich ändern oder ungeschehen machen. Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefahren…“

Nachdem die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts vorwiegend durch Konflikte, Kriege und Terror geprägt war, stellte sich den Menschen in der zweiten Hälfte eine neue Aufgabe.

weizsacker

Ein Aspekt, der relativ wenig Beachtung findet, berührt die Streitkräfte der europäischen Länder. Insbesondere am Beispiel der beiden zentraleuropäischen Staaten Frankreich und Deutschland gelang es in besonderer Weise, aus Feinden in zunehmenden Maß Verbündete und Freunde zu machen.

Ein besonderer Dank gebührt im Rahmen des Unterrichtsprojekts Herrn Hauptmann Nötte, Jugendoffizer im Bereich Stuttgart. Nachdem er in einem Gespräch von unserem Projekt erfahren hatte, bot er der Schule den Besuch des Eurocorps in Strasbourg an. Dort führte der Pressesprecher die Schüler anschaulich in die Ausgangslage, die historische Entstehung und Entwicklung der Deutsch-Französischen Brigade und des Eurocorps und die Aufgabenstellung dieser Einheiten im Rahmen der europäischen Sicherheitskonstellation ein.

Betrachtet man den Zustand der Europäischen Gemeinschaft in der Gegenwart kann man zwar dankbar feststellen, dass es gelungen ist, seit 1945 die Völkerverständigung mindestens in Mitteleuropa entscheidend voranzutreiben. Aus ehemaligen Feinden wurden Freunde. Allerdings warten angesichts der aktuellen Probleme im EU-Raum auf die kommende Generation eine Vielfalt an weiteren Aufgaben.

In Vielfalt geeint – so lautet der Leitspruch, der die Arbeit der Parlamentarier im Europaparlament prägt. Hier einige Eindrücke aus dem „Parlamentarium“, dem Besucherzentrum des Europäischen Parlaments in Brüssel.

Weiterführende Links:

Die Generation Smartphone und die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer

In aller Regel scheinen Jugendliche heute ihr Smartphone als eine Art Erweiterung ihrer körpereigenen Sinnesorgane anzuschauen. Lehrer dagegen scheinen – mindestens in Bezug auf Schüler  – eine immense Abneigung gegen diese Geräte an den Tag zu legen. Und das hat ja eine gewisse Berechtigung. Die Nutzung des Smartphones im Schulalltag ist in der Regel eine wenig förderliche Angelegenheit: Cybermobbing, geheime Kommunikation während des Unterrichts mit Freundinnen und Freunden via WhatsApp, Bild-, Video- und Tonaufnahmen von Mitschülern oder Lehrkräften, die dann über die sozialen Medien in mehr oder weniger netter Absicht verbreitet werden. Aber Schule kann auch ganz anders sein! Hier eine Doku über ein Projekt mit Schülern der Generation Smartphone: Schüler lernen Prinzipien von Werbung kennen und drehen mit dem Smartphone eigene Werbespots über ihre Schule.

Im Rahmen eines Projekts „Werbung und Generation Smartphone“ wurden von Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 8 Videofilme produziert. Zielsetzung war es, einen Werbefilm für die Auwiesenschule vom Drehbuch über die Vertonung bis zum Schnitt zu erstellen und dabei die Grundlagen der Werbewirksamkeit zu berücksichtigen.

Mit den Schülern wurde während des Projekts ausführlich Probleme und rechtliche Bestimmungen zum Persönlichkeitsschutz und Urheberrecht behandelt. Selbstverständlich ist es bei so einem Vorhaben, dass schriftliche Einwilligungserklärungen – auch der Personensorgeberechtigten – für alle im Film auftretenden Personen eingeholt werden.

Schülerfilm 1: Die Auwiesenschule – eine prima Schule. Von Maurice Weißinger und Lisa Brückner:

Lisa und Maurice schreiben dazu: „In unserem Film haben wir versucht, alle Teilbereiche unserer Schule darzustellen, um einen Überblick über die Auwiesenschule Neckartenzlingen (Grund-und Werkrealschule) zu vermitteln. Uns lag es am Herzen, die Schule möglichst realistisch darzustellen.“

Schülerfilm 2: With a little help from my friends

In Klasse 10 der Aufwiesenschule Neckartenzlingen produzierten die Schüler im Fach „Wirtschaft und Informationstechnik“ einen Werbefilm über das Projekt „Schultechniker“. Bei den Aufnahmen verwendeten sie eine Sony NEX-VG 10 und eine QUMOX Actioncam SJ4000.
Die Story: Eine Gruppe von Schülern bereitet sich auf eine Präsentation vor. Beim letzten Check bemerken sie, dass sie kein Mikrofon haben. Das Mädchen schreibt eine SMS und bittet die Schultechniker um Hilfe. Kurze Zeit später ist einer von ihnen auf dem Weg …

Für diese Arbeit wurde Max Niebling stellvertretend für die ganze Projektgruppe von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann mit einem Landespreis der Werkrealschulen ausgezeichnet:

Mehr über dieses Projekt und die Auwiesenschule gibt es HIER.

Ergänzender Blogpost