EUROPA: Gestern – Heute – Morgen


Anastasia, Christina und Anna, Mike, Costas und Tamer besuchen die 9. Klasse einer Werkrealschule in Baden-Württemberg. In den letzten Wochen befassten sie sich im Geschichtsunterricht intensiv mit dem Nationalsozialismus. Wir begleiten die Jugendlichen auf einer Studienfahrt ins benachbarte Frankreich. Dort begegnen sie einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.

1945 lag Europa zerstört am Boden. Nationalismus und ein verbrecherisches Regime in Deutschland führten dazu, dass im Laufe der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts viele Millionen Menschen durch Kriege, Holocaust und Terror den Tod fanden.

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Eine neue Zeit musste beginnen, die geprägt sein sollte durch Vertrauen und Kooperation. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn sich alle weiterhin an das erinnern, was zu den Katastrophen der beiden Weltkriege und der nationalsozialistischen Herrschaft geführt hatte. Deshalb unternahm die Schule eine Studienfahrt zum ehemaligen KZ Natzweiler-Struthof im Elsass.

Der Film befasst sich mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte – den Konzentrationslagern. Er dokumentiert einen Besuch von Schülern in der Gedenkstätte und ihre Auseinandersetzung mit diesem Thema. Das Video entstand in einem Kooperationsprojekt der Auwiesenschule Neckartenzlingen mit der Bundeswehr. Jugendoffizier Hauptmann Nötte verschaffte den Schülerinnen und Schülern durch die besonderen Kontakte der Bundeswehr zum französischen Verteidigungs­ministerium  eine deutschsprachigen Führung mit der Historikerin Marie Koehn.  Ihre fachwissenschaftlich und fachdidaktisch sehr versierte Führung durch die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof konnte bei den Schülerinnen und Schülern ein hohes Maß an Betroffenheit über die Geschehnisse während der Zeit der Nazi-Herrschaft erzeugen. Die bei der Führung verwendeten Medien und handlungsorientierte didaktische Vorgehensweise ermöglichten es den Jugendlichen sehr gut, eine Verbindung zwischen den historischen Geschehnissen und den Ausstellungsobjekten auf dem Gelände herzustellen und aktiv in die Auseinandersetzung mit der Thematik einzutreten.

Richard von Weizsäcker drückte die Problematik der Konfrontation mit diesem Abschnitt der deutschen Geschichte in seiner berühmten Rede vom 8. Mai 1985 anlässlich der Gedenkveranstaltung im Plenarsaal des Deutschen Bundestages zum 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa so aus:

„Wir alle, ob schuldig oder nicht, ob alt oder jung, müssen die Vergangenheit annehmen. Wir alle sind von ihren Folgen betroffen und für sie in Haftung genommen…

Es geht nicht darum, Vergangenheit zu bewältigen. Das kann man gar nicht. Sie läßt sich ja nicht nachträglich ändern oder ungeschehen machen. Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefahren…“

Nachdem die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts vorwiegend durch Konflikte, Kriege und Terror geprägt war, stellte sich den Menschen in der zweiten Hälfte eine neue Aufgabe.

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Ein Aspekt, der relativ wenig Beachtung findet, berührt die Streitkräfte der europäischen Länder. Insbesondere am Beispiel der beiden zentraleuropäischen Staaten Frankreich und Deutschland gelang es in besonderer Weise, aus Feinden in zunehmenden Maß Verbündete und Freunde zu machen.

Ein besonderer Dank gebührt im Rahmen des Unterrichtsprojekts Herrn Hauptmann Nötte, Jugendoffizer im Bereich Stuttgart. Nachdem er in einem Gespräch von unserem Projekt erfahren hatte, bot er der Schule den Besuch des Eurocorps in Strasbourg an. Dort führte der Pressesprecher die Schüler anschaulich in die Ausgangslage, die historische Entstehung und Entwicklung der Deutsch-Französischen Brigade und des Eurocorps und die Aufgabenstellung dieser Einheiten im Rahmen der europäischen Sicherheitskonstellation ein.

Betrachtet man den Zustand der Europäischen Gemeinschaft in der Gegenwart kann man zwar dankbar feststellen, dass es gelungen ist, seit 1945 die Völkerverständigung mindestens in Mitteleuropa entscheidend voranzutreiben. Aus ehemaligen Feinden wurden Freunde. Allerdings warten angesichts der aktuellen Probleme im EU-Raum auf die kommende Generation eine Vielfalt an weiteren Aufgaben.

In Vielfalt geeint – so lautet der Leitspruch, der die Arbeit der Parlamentarier im Europaparlament prägt. Hier einige Eindrücke aus dem „Parlamentarium“, dem Besucherzentrum des Europäischen Parlaments in Brüssel.

Weiterführende Links:

Ägypten


Warum gibt es Mumien von Krokodilen? Was waren die Vorgänger der Pyramiden von Giseh? Wo wohnte Agatha Christie in Ägypten? – Diese Fragen und noch mehr beantwortet unser neuester Bericht über eine Reise im Februar 2015 nach Ägypten.

Gleichzeitig mit den Kulturdenkmälern zeigte sich uns die Problematik des Nahen Ostens. Wir hatten eine klassische Studienreise gebucht. Am Flughafen in Kairo schauten wir nach unserer Reisegruppe. Es stellte sich heraus, dass Antje und ich die einzigen Teilnehmer waren. Alle anderen hatten aus Sorge vor Anschlägen umgebucht oder die Reise storniert.

So kamen wir in den Genuss einer geradezu luxuriösen Betreueung: Wir und ein, manchmal auch zwei Reiseführer plus Fahrer. Unter diesen Bedingungen entstanden 21 Minuten Eindrücke von einigen der weltweit bedeutendsten Kulturdenkmälern: Die Pyramiden von Giseh und Sakkara, die Altstadt von Kairo, Oberägypten mit seinen Tempeln wie Philae, Kom Ombo, Edfu, Luxor mit seinem Markt und dem bekannten Tempeln von Karnak, die Nilkatarakte, ein nubisches Dorf und manches mehr.

21 minutes with impressions of some the worldwide most important heritages of the civilication in Egypt: the pyramids of Gizeh and Sakkara, the oldtown of Cairo, Templums of 25 Minuten Philae, Kom Ombo, Edfu, Karnak, Luxor with it’s market , the cataracts of the River Nile, a nubian village and more. Sorry to my international friends: preliminarily the video is only in German language. But in the medium run I will add English subtitles.

Zwischen Eis und heißen Quellen: Dr. Walter Korinek im Gespräch


Zwischen Eis und heißen Quellen: Dr. Walter Korinek im Gespräch

Kann man einen vielfältigen Künstler überhaupt zuordnen? Das ist die erste Frage die sich einem stellt, wenn man die Arbeit von Dr. Walter Korinek sieht. Der Erziehungswissenschaftler ist nicht nur Lehrer, Schulleiter und angehender journalist, sondern auch leidenschaftlicher Filmemacher. In seinen Videos berichtet er von einigen Reisen quer über den Globus und beeindruckt mit bildgewaltigen Aufnahmen.

So zeigt er z.B. die heißen Quellen Islands, oder berichtet von seiner Reise ins Königreich Jordanien.
Auf seinem Weg verbessert er die Welt im kleinen, wie mit seinem „Little Bugs“ Hilfsprojekt. In einem Gespräch haben wir mehr über Walter erfahren:

Wie sind Sie dazu gekommen, Videos zu drehen?
Neben meiner beruflichen Ausbildung und Tätigkeit als Lehrer, Schulleiter und Erziehungswissenschaftler faszinierte mich seit meinem 16. Lebensjahr die Fotografie.
2010 entdeckte ich für mich die Welt der bewegten Bilder und begann Videos zu filmen und zu schneiden.

Wie sind Sie auf MAGIX Video Pro X gekommen und was gefällt Ihnen besonders daran?
Zu Beginn meiner Filmerei suchte ich nach einem Schnittprogramm, das einfach zu bedienen ist, aber trotzdem nach und nach viele Möglichkeiten bietet. Nach allerlei Herumprobieren und Tests fand ich das optimale Programm für meine Bedürfnisse: MAGIX Video Deluxe 17. Besonders gefällt mir an den Pro-Produkten die 3-Wege-Farbkorrektur, der Audioteil und das Mercalli-Plugin.

In Ihren Reportagen, als auch Reisevideos fällt der Schwerpunkt Historik direkt ins Auge. Woher haben Sie dieses lebhafte Interesse an Geschichte?
Nun, das hängt sicher mit meinem Beruf als Lehrer und Schulleiter zusammen. Ursprünglich habe ich tatsächlich Geschichte studiert und mich intensiv mit dem Mittelalter und der Neueren Geschichte des 20. Jahrhunderts befasst. In all diesen Bereichen geht es mehr oder weniger um Geschichten über Menschen.

Wie gehen Sie bei der Videobearbeitung vor und was würden Sie Anfängern empfehlen?
Grundsätzlich heißt es auch bei der Videographie wie wohl überall: Mit einfachen Dingen beginnen und sich langsam und stetig verbessern. “Still learning every day!” Wichtig ist es, sich nicht gleich in Spielereien zu verheddern, sondern erst einmal einen stimmigen Handlungsablauf, eine Geschichte, schnitttechnisch zu schaffen.

Wie sieht es mit zukünftigen Projekten bei Ihnen aus?
Im Frühjahr plane ich unter dem Arbeitstitel “Vom Turnschuh zum Kampfstiefel” eine journalistische Arbeit. Dabei möchte ich dokumentieren, wie sich die ersten 72 Stunden im Leben eines jungen Menschen darstellen, der sich als Offiziersanwärter zur Bundeswehr gemeldet hat.

Seid ihr bereit selbst loszulegen? Dann schaut doch zunächst auf Walters Webseite vorbei!

AUTOR

Leonard ist leidenschaftlicher Musiker, Poetry Slammer sowie Schauspieler.Das ursprüngliche Nordlicht ist seit 2014 eine Teilmenge des Socialmediateams. Er engagiert sich gerne sozial und veranstaltet regelmäßig Improvisationsschauspiel-Workshops für Jugendliche.Desweiteren ist er Serienjunkie und pokert gerne.
Quelle: http://magazine.magix.com/de/zwischen-eis-und-heissen-quellen-dr-walter-korinek-im-gespraech/