Autumn Garden – ein Vergleich von Systemkamera und Camcorder

Ein kleines Experiment mit einigen sehr verschiedenen Kameras: Sony NEX 7 mit 1,8 / 35 mm, Panasonic HC-X 909 und Canon XF 100. Mit FCP bearbeitet. Musik: „Flowers of Fall“ von Dee Yan Key (freemusicarchive.org)

Kann man auch mit Camcordern mit sehr kleinen Sensoren Aufnahmen mit geringer Schärfentiefe erzielen? Der X 909 hat lediglich einen 1/4-Zoll- Sensor, der des XF 100 ist mit 1/3 Zoll nicht viel größer – und doch gelingen Aufnahmen im so beliebten Filmlook. Die Anfangssequenzen des kleinen Films wurden beispielsweise mit dem Panasonic aufgenommen und zeigen in meiner Sichtweise ein recht ansprechendes Ergebnis, oder nicht? Der Trick dabei: Die Blende soweit wie möglich öffnen und das Objektiv auf die längste Brennweite einstellen. Dabei ist ein Stativ in aller Regel notwendig, um Verwackelungen vorzubeugen. Hier habe ich noch meinen kleinen selbstgebauten Slider eingesetzt. Ebenso ging ich bei den Sequenzen mit dem XF 100 vor; allerdings verwendete ich dabei auch noch die eingebaute Zeitlupe. Dies geht bei diesem Camcorder leider nur bei einer kleineren Bildgröße von 1280×720, die ich dann in Final Cut Pro bei der Ausgabe auf die volle HD-Auflösung von 1920 x 1080 hochskaliert habe. Obwohl ich anfänglich skeptisch war, überzeugte mich das Ergebnis. Auf jeden Fall ist der Ablauf der Szene weicher als wenn ich sie mit der Retimingfunktion von FCP nachträglich auf 50% verlangsame.

Der Hauptteil der Aufnahmen wurde mit der NEX 7 mit dem 1,8/35 mm-Objektiv aufgenommen. Trotz APS-C-Sensors der Kamera hatte ich die Blende fast ganz geöffnet und so gelingen Einstellungen mit einem sehr schönen Bokeh. Hier die Auflösung, welche Szene mit welcher Kamera aufgenommen wurde:

Bild 1 – 4: Canon XF 100

Bild 5 – 6: Panasonic HC-X 909

Bild 7-12: Sony NEX 7 mit 1.8/35 mm

Die Common-License-Musik „Flowers of Fall“ stammt von Dee Yan Key und ist von freemusicarchive.org

Viel Spaß beim Anschauen!

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Just a little experiment with some very different Cameras: Sony NEX 7 with 1.8/35 mm, Panasonic HC-X 909 and Canon XF 100. Edited with FCP

Is it possible to take pictures with a shallow depth of field even with camcorders with very small sensors? The X909 has only a 1/4 inch sensor, the sensor of the XF 100 is with 1/3 inch not much larger – and I’ve yet succeed recordings in the so popular movie look. The initial sequences of the small film were recorded, for example, with the Panasonic and show in my view a pretty appealing result, is’nt it? The trick: open the aperture as far as possible and set the lens to the longest focal length. A tripod is usually necessary to prevent shake. Here I have also used my little self-built slider. Likewise, I went with the sequences with the XF 100; however, I also used the built-in slow motion. Unfortunately, this is only possible with a smaller image size of 1280 × 720, which I then upscaled in Final Cut Pro at the output to the full HD resolution of 1920 x 1080. Although I was initially skeptical, the result convinced me. In any case, the process of the scene is more fluid than if I slow it down to 50% with the retiming function of FCP.
The main part of the recordings were taken with the NEX 7 with the 1.8 / 35 mm lens. Despite of the APS-C Sensor I had the aperture almost completely open and succeed so settings with a very nice bokeh. Which part of the video was taken with what camera? Please look to the photos above with scenes of the film:  Picture 1-4: Panasonic, picture 5+6 Canon, picture 7-12 Sony.

The common-license music „Flowers of Fall“ is by Dee Yan Key @ http://freemusicarchive.org

 

 

Symphonie der Farben

Ein dreitägiger Kurztrip in die Schweiz und dort wandern, so weit die Füße tragen. Das war unsere Vorstellung als Antje und ich am ersten Oktoberwochenende nach Graubünden aufbrachen.

Musik: The Four Seasons (Vivaldi) by John Harrison 
with the Wichita State University Chamber Players

Gleich am Samstagmorgen ging es in Klosters mit der Gotschnabahn hinauf auf 2300m Höhe. Vier Grad zeigte das Thermometer, aber schweiz-herbst-artikel-1beim Gehen wurde uns bald warm. Über die Parsennhütte ging es auf den Höhenweg unterhalb der Weißfluh. Was wir so nicht erwartet hatten, war die Symphonie der Farben, die sich uns bot. So kann man das nur im Herbst erleben: Das Grün war einem warmen Braunton als Grundfarbe gewichen, durchsetzt mit roten Flecken der Blaubeersträucher und der Alpenrosen.

Auch die „Murmeli“ waren noch sehr aktiv und pfiffen munter, wenn sich einer der Zweibeiner oder der Mountainbiker näherte.

Immer mit dem Blick auf das im Tal gelegene Davos und weiter in Richtung des Flüelapasses, der die Grenze zum Engadin bildet, ging es weiter zum Strelapass auf 2352m Höhe. In der urigen Atmosphäre dort kurz eine Rivella getrunken und eine Bündner Nusstorte gegessen und schon mussten wir zurück, um dann kurz nach 17 Uhr die letzte Bahn vom Gotschnagrat hinunter nach Klosters zu erwischen.

Am Samstag war nördlich des Flüelschweiz-herbst-artikel-5a Regen angesagt, also kurz über die Passhöhe und auf einem Ziegenpfad in Richtung des Grialetschgletschers gewandert. Hier waren die Farbspiele des sparsamen Bewuchses wieder überwältigend.

Am Montag zeigte sich schon der nahende Winter mit Minusgraden und leicht gezuckerten Bergen. Auf der Passhöhe waren dann die Farben einer monochromen, aber in sich sehr differenzierten grafischen Struktur in mindestens 50 Grautönen mit deutlicher Tendenz zum strahlenden Weiß gewichen.

schweiz-herbst-artikel-23Drei Tage Wandererlebnis pur!

Fotografisch war der Trip eigentlich vom Motto „schweiz-herbst-artikel-3travelling light“ geprägt. Wir hatten unsere Kameras zu Hause gelassen und wollten gar nicht fotografieren. Allerdings hatten wir unsere beiden Smartphones (Nokia Lumia 930) dabei und waren überrascht. Das Mobiltelefon zeigte sich als Kamera, mit der man durchaus auch etwas anspruchsvoller fotografieren kann. Hier die Daten:, Autofokus, Optik von Zeiss mit 6 Linsen, Blende 2,4, Brennweite: 26 mm, optische Bildstabilisierung, Sensorgröße: 1/2,5 Zoll, 20,0 MP.

Hier noch ein paar Fotos:

Am dritten Tag ging es nochmals über den Flüelapass ins Engadin zum Berninapas mit dem Lago Bianco und einer Wanderung zur Alp Grüm. Dort hatten wir einen wundervollen Blick auf den Gletscher des Piz Palü und hinunter ins Tal nach Italien.

For my international friends here an english version:

A three-day short trip to Switzerland and there let us hike around Flüelapass. That was our idea when Antje and I left Nürtingen headed for Graubünden on the first weekend of October. On Saturday morning we went from Klosters with the Gotschna aerial cableway up to the attitude of 2300m. Four degrees indicated the thermometer. Along the Parsennhütte we went on the trail below the Weissfluh. What we had not expected, was the symphony of colors offered to us. It’s an experience you can only have in fall: The green had given way to a warm brown as base color of nature, interspersed with red patches of blueberry bushes and rhododendrons.


The marmots were still very active and whistled merrily when one of the bipeds or mountain bikers approached.


Watching to Davos in the valley and the Flüela in the distance we hiked on to the Strelapass in 2352m. There in a cozy atmosphere we drank a Rivella and eat a nut tart. Then we had to start for our way back, because the last cableway from Gotschnagrat to Klosters runs at 5 pm.
On Saturday the weather forecast predicted rain north of the Flüela. So we drove briefly over the pass and hiked on small goat path towards the Grialetschgletschers. The color were overwhelming again.


On Monday, the approaching winter already showed his frosty face with freezing temperatures and slightly sugared mountains. On top of the mountains the colors had changed to a monochrome grey, but it has a very differentiated graphical structure with at least 50 shades of gray with distinct tendency to bright white.

Later we drove southward to Engadin. We stopped at the Berninapass with the Lago Bianco and hiked to the Alp Grüm. From there we had a wonderful view to the Glacier of the Piz Palü and in the valley to Italy.

Three days hiking adventure pure!

Related to photography the trip was marked by the motto „Travelling Light“. Both of us had left our cameras at home and did not want to take pictures actually. Fortunately we have our smartphones (Nokia Lumia 930) with us. This gear has a pretty decent lens by Zeiss, so we still were able to record our impressions.

Herbststimmung – Autumn Mood

Habe mal ein bisschen mit Herbststimmung und den dazugehörigen Farben experimentiert. Was macht man nicht alles an einem langweiligen Sonntag!

Herbstbilder

Auf das Bild oben klicken, dann geht’s zu den Bildern.

Dazu passt die kleine Videospielerei just for fun:

Ich versuche immer den kleinen Sensor der XF 100 hinsichtlich knapper Tiefenschärfe auszureizen – und wenn man nah genug am Motiv dran ist, kommt man auch so zu ganz netten Effekten. Ansonsten ist das Filmchen wirklich nur eine Spielerei.

Herbstlicher Garten mit dem Sony Nex VG 10

Die Sony Nex VG-10 war der erste Camcorder im Consumer-Bereich, mit dem man dank eines sehr großen Exmor HD CMOS Sensors Videos in einer Schärfentiefe aufnehmen kann, die an Kinofilme erinnern. Nebenbei ist dieses Kamera allerdings auch ein durchaus ernstzunehmendes Gerät um Fotos aufzunehmen: 14 MP und diverse Aufnahmehilfen lassen bei Benutzung des sehr guten Suchers in Verbindung mit dem E-Mount Kit-Objektiv SEL 3.5- 6.3/18-200mm ganz passable Aufnahmen zu. Hier einige Beispiele: