Die Linie ist die Spur des sich bewegenden Punktes

Liebe Freunde und Bekannte,
im Rahmen der Ausstellung „Kompositionen“, die seit dem 9. Juli und noch bis zum 11. Oktober in der Galerie im Rathaus Neckartenzlingen läuft, fand am 29. September 2017 ein Künstlergespräch zwischen Prof. Helmuth Kern und Antje Korinek-Blessing statt.
Für alle, die nicht dabei sein konnten, aber sich trotzdem für die Inhalte interessieren, entstand der Film über diese Veranstaltung.
Wir freuen uns über Kommentare und Rückmeldungen, sei es persönlich, telefonisch oder als Kommentar.
Herzliche Grüße
Antje Korinek-Blessing & Walter Korinek

 

Warnung: Dieser Film widerspricht in hohem Maße heutigen Sehgewohnheiten.

Erstens – er ist lang! Menschen mit Aufmerksamkeitspannen, die an YouTube-Clips von maximal drei Minuten gewohnt sind, werden von der Länge der Dokumentation heillos überfordert.

Zweitens – er verzichtet auf oberflächliche Spannungselemente und effektvolle visuelle Darstellungsformen.

Drittens – er ist nicht unterhaltsam, spaßig oder ablenkend, sondern verlangt vom Betrachter die Bereitschaft, sich auf ein Thema und gedankliche Entwicklungen konzentriert einzulassen.

Wer allerdings bereit ist, diese Hürden anzugehen, der kann einem spannenden Gespräch über Kunst beiwohnen. Die beiden Protagonisten Antje Korinek-Blessing, freie Künstlerin, und Prof. Helmuth Kern, bedienen sich eines nahezu in Vergessenheit geratenen Mittels der Bildinterpretation, dem Künstlergespräch. Ausgehend von zwei vermeintlich gegensätzlichen Positionen – der gegenständlichen Malerei versus einer in hohem Maß abstrahierten Kunst – entwickeln die beiden Experten Gestaltungsprinzipien künstlerischen Arbeitens. Anhand eines Bildes werden diese Grundsätze zur Interpretation herangezogen. So kann sich auch jemand, der sich noch nicht ausgiebig mit moderner, nichtgegenständlicher Kunst beschäftigt hat, beispielhaft den Gehalt eines solchen Bildes erschließen. Dass dies keine leeren Versprechungen sind, zeigen im letzten Teil des Films, die Reaktionen des Publikums, die beim Gespräch in der Galerie im Rathaus Neckartenzlingen anwesend waren.

Hier einige Szenenfotos:

„Who wants to determine how something should look like?“

„Suddenly I was no more bound to any subjects, no rules, no guidelines – suddenly I was entirely free while painting. Commonly we are connected to conceivabilities how something should be. Who wants to determine how something should look like?“

A portrait of the artist Antje Korinek-Blessing

More: koblart.de

Kunstbetrachtung

Mir kam es bei diesen Aufnahmen auf die Interaktion zwischen der Betrachterin und den Kunstwerken an. Es war interessant zu sehen, wie die Gestik sich während der Betrachtung der Bilder immer wieder änderte.
Nebenbei: Die Aufnahmen entstanden im 2009 eröffneten Emil-Schuhmacher-Museum in Hagen mit der Lumix LX3.

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