„Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da.“


Wo ist das Glück, das Goethe hier in seinen „Erinnerungen“ anspricht? Ist es in Namibia, in Island, in Jordanien – oder sonst wo auf dieser Erde? Oft empfindet man es auf jeden Fall an einem weit entfernten Ort. Hier und jetzt ist ja der Ort mit seinem Alltag, der doch mancherlei Sorgen mit sich bringt.

Goethe setzt dem sein bekanntes Wort entgegen: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da.“. Es kommt nicht darauf, weit weg zu fahren, sondern zu lernen, das Glück zu ergreifen im Hier und Jetzt. Es hilft, wenn man sich klar macht, dass Glück oft gar nicht an äußere Umstände gebunden ist, sondern auch eine Frage der inneren Haltung ist.

In diesem Sinn sind diese Bilder aus dem vertrauten Umland zu sehen.

Glück braucht nicht unbedingt die weiten Reisen – auch wenn ich sie nicht missen möchte, denn sie erweitern schon ungemein den Blickwinkel. Aber es ist auch schön zu versuchen, Vertrautes, Gewohntes mit fremden Augen zu sehen – und so wird der heimische Wald eben auch mal zum „Swabian Rainforest“, dem Regenwald, den man sonst eher in fremden Erdteilen verortet.

Island – das Land der Schlange Midgard


Glaubt man der Nordischen Mythologie, dann lebt in den Tiefen der Meere Jörmungandr, die weltumschlingende Miðgarð-Schlange. Es heißt, der Rücken des Ungeheuers rage nur an einem Ort der Erde aus dem Wasser. Dort wurde die Insel Island aus Feuer geboren.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Insel Island eine relativ junge Landmasse. Tief unter den kalten, schwarzen Wassern des Nordatlantik stoßen zwei Kontinente aufeinander – die große nordamerikanische und die europäische Kontinentalplatte. Vor etwa 20 Millionen Jahren stieg die Insel aufgrund vulkanischer Aktivität auf dem Ozeanboden des Atlantiks aus dem Wasser empor.

Vor diesem Hintergrund entstand unser neuester Film:

Natürlich ist dieser Film auch unser Tribut an die unvergleichlichen landschaftlichen Schönheiten dieser Insel im Nordpolar-Meer. Zugleich ist eine Reise nach Island immer auch ein Ausflug in die Erdgeschichte. Dort erlebt man hautnah, wie Naturkräfte Feuer, Wasser und Eis in Urzeiten die Erde formen und gestalten.

Vielleicht kann dieser kurze Film – er dauert nur 7 Minuten – eine kleine Erholungspause in der Hektik des Alltags darstellen.