Jordanien

„Sabah el khair“ – „Sabah el noor” (Dein Tag sei licht)! Mit diesem freundlichen Morgengruß unseres Reiseführers Abdallah wurden wir allmorgendlich bei unserer Erkundungsreise durch das Haschemitische Königreich Jordanien – so der offizielle Name – begrüßt.

Kurzer Film mit Material unserer Jordanienreise im Jahr 2013.

Und, um es gleich vorwegzunehmen, so hell und licht wie dieser Gruß, sind auch im Rückblick unsere Erinnerungen an dieses Land im Vorderen Orient – trotz aller sozialen, ökonomischen und ökologischen Probleme, die wir ebenfalls kennenlernten und mit denen wir uns seitdem intensiv auseinander setzen.

Doch zurück zum Anfang: In 4 ½ Stunden brachte uns der Airbus A 320 der Royal Jordanian direkt vom kalten, nassen Frankfurt ins warme, sonnige Amman. Und damit begann unsere Erstbegegnung mit dem Orient! Ruhige und freundliche Einwanderungsbeamte fertigten uns im neuen, architektonisch sehr reizvollen „Queen Alia Airport“ rasch und ohne Komplikationen ab und stempelten das Einreisevisum in die Pässe. Und dann, nach einer Nacht im Hotel, begann am nächsten Morgen unsere Entdeckungsreise durch das Land hinter dem Jordan.

Jordanien ist ein faszinierendes Land, in dem die Spuren der ältesten Kulturvölker zu entdecken sind. Amman, die Hauptstadt, zeigt sich als quirlige Hauptstadt. Auf historischem Grund erbaut, wuchs die Stadt von etwa 3000 Menschen um 1900, auf ca. 30000 um 1948 zur heutigen pulsierenden Metropole mit über 3 ½ Mio Einwohnern.

Da wir nur wenig Zeit in Amman verbringen konnten, konzentrierten wir uns auf die historische Seite der Stadt – das archäologische Museum auf dem Zitadellenhügel und das „Jordan-Museum“, das neue Nationalmuseum.

Tief beeindruckt waren wir von den „Ain Ghazal“ Statuen in beiden Museen. Sie stammen aus dem Neolithikum, sind also etwa 8 – 10000 Jahre alt und zählen zu den ältesten Statuen der Menschheit. Ein weiterer Höhepunkt sind sicher auch die Schriftrollen von Qumran. Im Museum führt ein sehr gut gemachter Film in die abenteuerliche Geschichte des Fundes ein – und dann steht man selbst vor diesen alten Zeugnissen religiösen Lebens. Wir sind sehr ergriffen und ein leichtes Schauern überfällt uns bei ihrem Anblick.

Aber das Staunen sollte so schnell kein Ende nehmen. Gadara, heute Umm Qais, ganz im Norden an der Grenze zu Israel und Syrien gelegen, bot uns einen schönen Blick auf den See Genezareth und die Golan-Höhen. Hier ist das Gleichnis aus dem Neuen Testament angesiedelt, in dem Jesus einen Besessenen heilte und die bösen Geister in eine Schweineherde fahren ließ. Wir gehen den historischen Befunden nach und erforschen aus der byzantinischen Zeit die Säulen eines oktogonalen Gotteshauses und ein römisches Theater für 9000 Besucher.

Nicht weit entfernt liegt Jerash, in römischer Zeit Gerasa. Unter Alexander dem Großen wurde sie eine der zehn Städte der Dekapolis und fasziniert durch seine Ausdehnung, die mit dem Forum Romanum in der italienischen Hauptstadt mithalten kann. Säulenstraßen, das Hadrianstor, ein Herkulestempel und der Artemistempel lassen die Antike lebendig werden.

In Madaba schauten wir in der Georgskirche die weltweit älteste Mosaiklandkarte an, die ursprünglich aus zwei Millionen Teilen bestand und das Heilige Land zeigte. Später sehen wir in einem Sozialprojekt, wie auch heute noch die Kunst der Mosaiken gepflegt wird.

Über den Berg Nebo, von dem aus angeblich Moses ins gelobte Land schaute, gelangten wir ans Tote Meer und nutzen natürlich die Gelegenheit, uns korkenartig ins – nein! auf das Wasser zu legen. Ein seltsames Gefühl!

Später begegneten wir dem Jordan. In unseren Vorstellungen ein stattlicher Fluss, entpuppte er sich als ein kleines Bächlein. Die Stelle, an der Johannes taufte, ist archäologisch gesichert und so standen wir bald an der Taufstelle Jesu. Auf israelischer Seite nutzen christliche Pilger den Jordan zu einem nachempfundenen Taufakt. Auf jordanischer Seite stehen Bauten aller möglichen christlichen Kirchen, denn durch ein königliches Dekret, bekommt jede christliche Glaubensrichtung neben der Baugenehmigung auch noch einen Bauplatz. Für uns überraschend war die große religiöse Toleranz für das Christentum und jüdische Einrichtungen in Jordanien; als Vorgängerreligionen des Islam stehen beide unter dem besonderen Schutz der Verfassung und so gibt es allein in Amman über 60 christliche Kirchen.

Dann ging es in Richtung Süden nach Petra ins Zentrum des einstigen Reiches der Nabatäer. Durch den 1,2 km langen Siq – eine Schlucht von manchmal nur zwei Metern Breite umgeben von Felswänden, die bis zu 80 m hoch aufragen – gelangen wir direkt auf das Khazne al-Firaun (dt. Schatzhaus) zu. Weitere 800 überaus eindrucksvolle Grabfassaden und Überreste von Tempeln und Opferplätzen zeigten sich dann. Zwei Tage verbrachten wir an diesem Platz, der sicher zu Recht UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Dann ging es in die Wüste – das heißt, in ein Gebiet, das unseren Vorstellungen von Wüstenlandschaft nahekam – dem Wadi Rum. Mit Beduinen unternahmen wir eine ausgedehnte Fahrt durch diese einzigartige Landschaft im offenen Geländewagen.

Aber nun genug der Worte! Folgen Sie uns ins Haschemitische Königreich Jordanien mit unseren Filmsequenzen und Diareihen – viel Vergnügen dabei.

__________________________________________

Einen besonderen Dank möchten wir an dieser Stelle an Abdalla Yousef, unseren Reiseführer, Herrn Pfändner von moneypenny tours und Michael Ladwein (Reiseveranstalter), dem archäologischen Museum Amman und dem Jordan Museum in Amman für die Film- und Fotoerlaubnis aussprechen.

_________________________________________

Und nun noch zwei Literaturtipps für alle, die sich für das Palästinenser-Problem interessieren:

Jenseits aller Polemik eine Schilderung aus der Sicht, die in Palästina geboren wurde, später in die USA auswanderte. Henning Mankell äußerte sich dazu: „Nie zuvor habe ich einen so packenden Roman über Palästina und Israel gelesen.“:

Susan Abulhawa: Während die Welt schlief, 442 Seiten (Diana Verlag 2011)

Zum anderen die Schilderung des Präsidenten der arabischen Al-Aksa-Universität in Jerusalem, dessen Familie seit 1300 Jahren dort lebt, über sein Leben im Spannungsfeld des Nahen Ostens:

Sari Nusseibeh: Es war einmal ein Land. Ein Leben in Palästina. 5. Aufl. (2009)

Der palästinensische Hochschullehrer und PLO-Diplomat Sari Nusseibeh, der im arabischen Teil Jerusalems aufwuchs, keine fünfzig Meter entfernt von dem Schriftsteller Amos Oz, in England studierte und nach dem Sechs-Tage-Krieg nach Hause zurückkehrte, ist ein Pendler zwischen den verfeindeten Seiten. In seiner Autobiographie erzählt er seine eigene Geschichte und die seines Volkes – und entwirft die Vision eines Landes, in dem Muslime, Juden und Christen harmonisch zusammenleben. „Ein feinsinniges, trauriges und humorvolles Erinnerungsbuch, das neues Licht auf die Tragödie des Israel-Palästina-Konflikts wirft, zugleich ein lebendiges Bild der palästinensischen Gesellschaft.“ Amos Oz

 

 

Symphony In Blue

In einer Zeit, in der Populismus, Protektionismus und Nationalismus immer mehr um sich greifen, gilt es umso mehr, Menschen mit unserer Demokratie, unserem Rechtsstaat und Europa zu verbinden.

Das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments in Brüssel. Ein überarbeitete Version meines Videos von 2014.

Musik von Dag Reinbott

_____________________________________________________________

In a time when populism, protectionism and nationalism are becoming increasingly prevalent, it is more necessary to connect people with our democracy, our constitutional state and Europe.

The European Parliament’s Visitor Center in Brussels. A new edited remake of my video from 2014.

 

Music by Dag Reinbott

„Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da.“

Wo ist das Glück, das Goethe hier in seinen „Erinnerungen“ anspricht? Ist es in Namibia, in Island, in Jordanien – oder sonst wo auf dieser Erde? Oft empfindet man es auf jeden Fall an einem weit entfernten Ort. Hier und jetzt ist ja der Ort mit seinem Alltag, der doch mancherlei Sorgen mit sich bringt.

Goethe setzt dem sein bekanntes Wort entgegen: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da.“. Es kommt nicht darauf, weit weg zu fahren, sondern zu lernen, das Glück zu ergreifen im Hier und Jetzt. Es hilft, wenn man sich klar macht, dass Glück oft gar nicht an äußere Umstände gebunden ist, sondern auch eine Frage der inneren Haltung ist.

In diesem Sinn sind diese Bilder aus dem vertrauten Umland zu sehen.

Glück braucht nicht unbedingt die weiten Reisen – auch wenn ich sie nicht missen möchte, denn sie erweitern schon ungemein den Blickwinkel. Aber es ist auch schön zu versuchen, Vertrautes, Gewohntes mit fremden Augen zu sehen – und so wird der heimische Wald eben auch mal zum „Swabian Rainforest“, dem Regenwald, den man sonst eher in fremden Erdteilen verortet.

Symphony In Blue

In Vielfalt geeint – einige Eindrücke aus dem „Parlamentarium“, dem Besucherzentrum des Europäischen Parlaments in Brüssel. Für mehr Informationen klicken Sie bitte auf: europarl.europa.eu/visiting/en/visits/parlamentarium.html

Camera………………………………….. Sony NEX VG 10
Software ………………………………… Magix Video Pro X5
Location…………………………………. Brussels
Musik: …………………………………… Joachim Lehberger (Highland Musikarchiv)

Take up your option! – Nütze Deine Chance!

Ich hatte die Gelegenheit in Kooperation mit der Firma „botek“ in Riederich/Deutschland ein Video zu drehen. Die kaufmännische Geschäftsführerin Frau Schur gibt darin Informationen über die berufliche Ausbildung im dualen System in unterschiedlichen Berufen. Das Video ist eine Hilfestellung für junge Leute bei der Berufswahl.

Take up your option! – Nütze Deine Chance!

I had the opportunity to make a video in cooperation with the respectable firm „botek“ in Riederich/Germany. Mrs. Schur, the CEO of the company, gives informations on dual vocational education and training in different professions. The video is an assistance for young people to choose their occupation.

Camera: ……… Sony NEX VG 10
Music: ………….. Kevin McLeod

Herbstlicher Garten mit dem Sony Nex VG 10

Die Sony Nex VG-10 war der erste Camcorder im Consumer-Bereich, mit dem man dank eines sehr großen Exmor HD CMOS Sensors Videos in einer Schärfentiefe aufnehmen kann, die an Kinofilme erinnern. Nebenbei ist dieses Kamera allerdings auch ein durchaus ernstzunehmendes Gerät um Fotos aufzunehmen: 14 MP und diverse Aufnahmehilfen lassen bei Benutzung des sehr guten Suchers in Verbindung mit dem E-Mount Kit-Objektiv SEL 3.5- 6.3/18-200mm ganz passable Aufnahmen zu. Hier einige Beispiele: